Stell Dir vor, es ist Schweinegrippe und keiner geht hin!
Wenn eine Krankheit in Form einer Epedemie ausbricht, werden Menschen krank.
Soweit noch alles Okay?
Ärzte sind auch Menschen. Richtig?
Krank werden vor allen Dingen diejenigen Menschen, welche engen Kontakt zu Erkrankten haben. Kling logisch?
Kranke Leute suchen Ärzte auf. Ärzte untersuchen die Kranken.
Also können Ärzte auch krank werden. Wirklich? Gibts das?
Kranke Ärzte können nicht zur Arbeit gehen. Nee, echt nicht?
Ergo: Je mehr Epedemie, desto weniger Ärzte. Boah ey!
Was aber tun, wenn man nicht krank werden will? Ein Viertel aller Krankenhausangestellten wollen, wenn es wirklich ernst werden sollte mit der Schweinegrippe, lieber erst gar nicht zur Arbeit gehen, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
Interessant: Die höchste Arbeitsmoral findet sich bei den Ärzten. (86,6% würden doch zur Arbeit gehen), die meisten Krankfeierer hingegen bei der Verwaltung (Fast vierzig Prozent würden daheim bleiben).
Hätten wir uns das nicht denken können?




Gerade war so ein Schweinegrippefall bei mir. Hab ihn pflichtschuldigst ans Krankenhaus verwiesen und dort von der Helferin Bescheid sagen lassen. Die wurde am Telefon angepfiffen, ob sie dem Patienten auch gesagt hat, dass er ja nicht reingehen soll, sondern draußen bleiben und klingeln soll!
Nu frag ich mich, ist das die neue Therapie? Und was denken sich die Leute (Patienten, “normale” Krankehausangestellte), wenn da neben der offenen Eingangstür einer steht und wie wild klingelt?
der Landarsch
14. August 2009 um 12:05
Bei uns an der Uni gibt es schon Kilometerweit Schilder mit der Aufschrifft “Flu: Influenza, Fieber, Grippe” und man kommt irgendwo im Keller raus. An der lokalen Klinik hängt zumindest ein Schild mit “Folgende Symptome? [..} – umdrehen und sofort an der Pforte melden”…
Michael
14. August 2009 um 12:55
Boah was für ne Hysterie – in Deutschland ist meines Wissens noch keiner dran gestorben
DeserTStorM
14. August 2009 um 13:25
Neu ist das nicht. Zumindest hier an der Uniklinik gibt es v.a. an den Eingängen zur Kinderklinik unzählige Schilder, die in allen gängigen Sprachen darauf hinweisen, dass man mit Windpocken die Klinik nicht betreten darf, sondern sich an der Pforte melden soll. Für die Untersuchung gibt es dann in der Klinik einen separaten Raum außerhalb der Kinderklinik.
me
14. August 2009 um 13:49
Du hast noch was vergessen: auch die heroisch doch zur Arbeit gehenden Ärzte (oder Apotheker) mit (Schweine-)Grippe stecken wieder Leute an.
Bei uns kommt nächstens die Impf-pflicht für alle im Gesundheitswesen, darauf freue ich mich gar nicht.
Plus, dass sie schon allen gesagt haben, dass eventuell Ferien gekürzt werden oder man zurückkommen muss, wenn sie Engpässe haben. –die sollen das nur mal versuchen. In 2 Wochen bin ich unterwegs ins tiefste Afrika, das hab ich mir verdient!
Pharmama
14. August 2009 um 20:41
also bei uns dürfen die leute nach wie vor in die ambulanz kommen
mundschutz, abstrich und warten. meistens ist es eh nix. aber den ein oder anderen hatten wir schon und wir leben alle noch *lach* bin gespannt wie das alles so weiter geht.
und was di everwaltung angeht… die haben ja auch soooooo viel mit den patienten zu tun *augen roll*
tommy
14. August 2009 um 22:28
Ehrlich gesagt finde ich das sogar sinnvoll. In der Kinderklinik gibt es nämlich mit Sicherheit auch Kinder, die aus dem einen oder anderen Grund nicht geimpft sind oder Probleme mit dem Immunsystem haben – und die brauchen nicht auch noch Windpocken.
Benedicta
16. August 2009 um 15:23
“kilometerweit Schilder” erinnert mich an meine letzte Arbeitsuntersuchung… das war wie Schnitzeljagd. Ein Aufzug defekt, Renovierungsarbeiten im Treppenhaus – alte Umleitung, neue Umleitung, teilweise widersprüchlich… und das vom Erdgeschoss bis in den 4. Stock *ggg*
Benedicta
16. August 2009 um 15:24