Erste Hilfe in der Schule
Alles Mögliche lernt man in der Schule: Das kleine Einmaleins und das große ABC zum Beispiel. Nur wie man Leben rettet, das lernt man nicht. Dabei wäre es doch ganz einfach: Die Grundzüge von Erster Hilfe sind simpel genug, um auch von zwölf bis dreizehnjährigen gelernt und verstanden zu werden.
Dafür setzt sich eine Petition an den Landtag von NRW ein.
Offenbar eine jener Ideen, die so einleuchtend sind, dass man sich fragt, warum vorher noch niemand drauf gekommen ist.
Und danke an den Kranken Pfleger für den Link




Danke fürs mitmachen!
Kranker Pfleger
28. Januar 2010 um 09:17
In Oberösterreich sind Erste Hilfe Kurse in der Schule alle paar Jahre eigentlich Standard (normaler Weise 3. Schulstufe, 5. Schulstufe, 7. Schulstufe und dann 10. Schulstufe)
Der erste Kurs war in meinem Fall nur 4 stündig, die nächsten zwei 8 stündig und der letzte 16 stündig alle vom Jugendrotkreuz organisiert. Die Teilnahme war theoretisch freiwillig…. aber welcher Schüler wird Unterricht statt Erster Hilfe wählen.
Anna
28. Januar 2010 um 09:33
“Offenbar eine jener Ideen, die so einleuchtend sind, dass man sich fragt, warum vorher noch niemand drauf gekommen ist.”
ich glaub eher weil das geld kosten würde. ich hab damals in der grundschule auf klassenfahrt nen erste-hilfe-kurs mitgemacht, war n ganz gutes programm für nen regentag.
Mausflaus
28. Januar 2010 um 10:16
Das ist echt eine gute Idee!
Bei uns gabs das nur im Rahmen der Projekttage (die leider nur im Jubiläumsjahr stattfanden und nicht regelmäßig) aber der Kurs war super, es war direkt der “große” Erste-Hilfe-Schein (zum Preis von weniger als dem Kleinen) und den konnte ich direkt für den Führerschein nutzen. Wir haben viel gelernt in den 3 Tagen und es war ein nützliches Projekt
Blöderweise habe ich offen gestanden vieles vergessen, sollte man echt regelmäßig auffrischen.
Blogolade
28. Januar 2010 um 11:41
Mein Sohn hat sich in der Schule zum Ersthelfer ausbilden lassen. Das bieten die dort schon an. Blöd nur, dass er überhaupt kein Blut sehen kann, ihm wird schon beim Reden über medizinische Themen schummrig.
Muss er halt Neurologe werden.
drgeldgier
28. Januar 2010 um 12:28
Öhm… bei uns in der Schule (in Bayern) wurde 1. Hilfe verpflichtend für alle 11. Klasse durchgeführt – komplett mit Abschluss”prüfung” und Zertifikat.
Vielleicht ist das ja Bundesland-abhängig – so wie alles, was mit Bildung zu tun hat?
Benedicta
28. Januar 2010 um 13:44
Vielleicht mag er ja was ganz was anderes werden… andere Berufe sind auch wichtig
Und: lieber ein guter Automechaniker, als ein schlechter Arzt… (und andersrum natürlich auch).
Benedicta
28. Januar 2010 um 13:46
In der Tat ist das Ländersache. Daß bei Euch in BY das so ist ist prima, aber ich möchte lieber NOCH früher.
Kranker Pfleger
28. Januar 2010 um 13:59
Also, bei mir in Berlin gabs keine 1. Hilfe in der Schule. Hört sich grad aus euren Kommentaren so an, als ob das ja überall schon so gemacht werden würde
.
) haben wenn überhaupt nur die 1. Hilfe gemacht, die für den Führerschein nötig war.
.
Ich hab im Rahmen einer Jugendleiterausbildung zum ersten Mal einen “großen” Schein gemacht, aber die meisten meiner Freunde (Die nicht, wie ich Medizinstudenten sind
Ich halts auch für ne tolle Idee! Muss man nur noch regelmäßig mal zum Auffrischen gehn
Beccci
28. Januar 2010 um 17:39
Das war ja nur ein Schääärz mit dem Neurologen.
Ich würde ihm alle Steine der Welt in den Weg legen, wenn er plötzlich anfangen würde an ein Medizinstudium zu denken…
… aber die Gefahr ist ohnehin gleich null,nix…
… meno male (wie der Lateiner, äh Italiener sagt)
drgeldgier
28. Januar 2010 um 18:48
Ich hab den ersten Schein übrigens mit 8 oder so gemacht – der ASB hatte einen Kurs im Ferienprogramm meiner Stadt angeboten.
Benedicta
28. Januar 2010 um 20:55
Nun ja, Erste-Hilfe-Kurse an der Schule gibt’s ja schon lange – seit > 10 Jahren auch an Grundschulen und Kindergärten, wenn man’s denn will.
Ob man daraus einen verpflichtenden Unterrichtsbestandteil machen sollte, ist eine ganz andere (und m.E. auch schulartabhängige) Frage. Es gibt schließlich eine ganze Menge Dinge, die man auch wissen muß oder sollte, um im Leben zurechtzukommen: gesunde Ernährung, Kochen, Backen, Waschen, Putzen, Fahrradfahren, Autofahren, “Maschinen”schreiben, … – das bedeutet aber noch nicht, daß man dafür Schulunterricht einführen muß.
(Und wer sich vergegenwärtigt, wieviel üblicherweise aus dem Schulunterricht mitgenommen wird, mag den Sinn der Aktion noch einmal überdenken. Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, daß diese Unterrichtsinhalte im Zweifelsfall von Lehrern – fachfremd! – vermittelt werden sollen, ja müssen. Das steigert weder die Motivation der Schüler, noch vermutlich die der Lehrer, noch steigert es die Qualität der Ausbildung, die bei durch “fachfremde” EH-Ausbilder geleiteten Kursen, also solchen, bei denen der Ausbilder keine eigene Praxis im Bereich der Ersten Hilfe / Sanitätsdienst / Notfallrettung hat, ohnehin oft zu wünschen übrig läßt.)
Anyway: Das Problem ist ja nicht, daß niemand in Erster Hilfe ausgebildet würde; den LSM-Kurs für den Führerschein dürfte die breite Mehrheit der Bevölkerung einmal (!) gemacht haben. Und was nützt das? Eben.
-thh
29. Januar 2010 um 16:33