Lecker kochen mit Medizynicus – heute: Pasta a la Wasdais
1.) Man nehme einen Küchenschrank, öffne ihn und schaue nach, ob sich irgendwo eine Packung mit Teigwaren befindet. Falls nein, Versuch abbrechen.
2.) Falls ja, weiterschauen ob ein Glas Fertignudelsoße oder Tomatensugo vorhanden ist. Falls nein, auch nicht schlimm.
3.) Kühlschrank öffnen
4.) Alles was sich bewegt, verschimmelt oder verfault ist unverzüglich der Entsorgung zuführen. Weitere Nahrungsmittel einer Geruchsprobe unterziehen. Falls bestanden, auf der Küchenarbeitsplatte plazieren
5.) Nicht für Verzehr geeigneten Kühlschrankinhalt und unpassende Gegenstände (Marmelade, Fieberzäpfchen, Hustensaft) aussortieren
6.) Den Rest des Kühschrankinhaltes kleinschnippeln und in großen Topf geben, zusammen mit gegebenenfalls vorhandener Tomatensoße oder Fertignudelsoße
7.) Kühlschrankinhalt gut umrühren und auf dem Herd einmal aufkochen, dann vom Feuer nehmen und über die Nudeln gießen.
Nachschauen, ob noch ein Bier im Haus ist
8.) Alles liebevoll anrichten und genießen




… auch wenn ich nix von Fertigsoßenpampe halte
Lieber mal mit gestückelten Tomaten aus der Dose bevorraten – sind zum Glück auch ewig haltbar.
anima
28. November 2010 um 09:08
… leider ebenso ein Indiz für die Geringschätzung der Nahrung ganz allgemein …
… traurig, traurig …
…und dann wundert man sich der Vielzahl von Kranken!!!
Trotzdem … allen Lesern einen schönen 1. Advent.
DocConsult
28. November 2010 um 09:28
Hah! Genauso schauts aus, wenn ich das kochen anfange!
Aber noch besser – Toast, Zeug drauf und ab in den Herd, schmeckt immer gut und ist nicht viel Arbeit.
Chaoskatze
28. November 2010 um 09:46
Du bist ja ein echter Gourmet.
Aber das leicht angeschimmelte kann man doch im Backofen bei 220°C doch noch genießbar machen.
Der Maskierte
28. November 2010 um 10:29
Da isses ja sogar im Dschungel leckerer … mmh … hört sich nicht nach Familienkühlschrank an …
chefarzt
28. November 2010 um 12:05
Immerhin in einem Topf aufgewärmt!
wolfgang74
28. November 2010 um 12:30
@docconsult
Kommt immer drauf an, was im Kühlschrank drin ist, und wie kreativ das eingesetzt wird.
Wenn man das nicht der beschriebenen Extremform betreibt, kann das kulinarisch ausgesprochen attraktiv und bzgl. des Umgangs mit Lebensmitteln auch sehr lehrreich sein.
Ich habe das während meines Studiums wegen gewisser untragbarer Mensen selbst ziemlich häufig praktiziert und dabei recht gut kochen gelertn, was mir von verschiedener Seite bestätigt wurde.
drkall
28. November 2010 um 12:48
*gg* das kenn ich als “rumfort”, alles was rumsteht und fort muß
Tanja
28. November 2010 um 13:11
Das wird aber eine knusprige Angelegenheit, wenn die Nudeln nicht gekocht werden.
Mr. Gaunt
28. November 2010 um 13:29
@mr.gaunt: noe, die ziehen dann in der nudelsoße durch.
(mach ich manchmal, weil ich keine lust hab, zwei töpfe zu spülen – nudelsoße einfach etwas dünner (= mit mehr wasser) kochen, dann die nudeln reinwerfen und nach anweisung garen. die nudeln nehmen das überflüssige wasser auf.)
Benedicta
28. November 2010 um 14:15
Scheinbar gibt es beim Studium der Medizyn eine Extra-Semester: Wie lerne ich zu improvisieren?
sweetkoffie
28. November 2010 um 14:33
Das geht auch ohne Teigwaren. Hab’s selbst ausprobiert.
Stefan
28. November 2010 um 15:23
Mit vorgekochten Nudeln oder Kartoffeln oder ebensolchem Reis (z.B. vom Vortag) geht es noch schneller … und wie mein Vorschreiber schon schrieb: Gemüsepfanne geht auch ohne Kohlenhydratbeigabe.
Hesting
28. November 2010 um 17:45
hm…wenn das mit Jenny (oder Laura?) klappen soll, dann muss in deinem Kühlschrank so einiges aus- bzw. umziehen.
Gibts da eigentlich was Neues?
Magma
28. November 2010 um 22:24
lach… So habe ich das noch nie gesehen.
Und anschließend noch:
BASIC
10 If MEDIZYNICUS=DURSTIG THEN GOTO KNEIPE; ELSE GOTO BED
Svenja-and-the-City
29. November 2010 um 06:45
So kochen ist echt immer wieder praktisch und ich würde auch nicht sagen, dass das unbedingt mit Geringschätzung von Lebensmitteln einhergehen muss 8)
(zugegeben, ich habe nicht ALLES in die Pfanne geschmissen, was weg musste – aber das meiste ^^).
Das gleiche hab ich jedenfalls gerade eben gemacht – rausgekommen sind dabei Nudeln mit ner Weißwein-Sahne-Sauce mit Champignons und Rucola. Sehr lecker
Kolyma
29. November 2010 um 19:36