Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

MoMeWiKri: das zweite Türchen im Adventskalender ist offen

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Gestern ist’s losgegangen: der spannende Winterkrimi von Molly und Medizynicus.
Bis Heiligabend gibt’s jetzt jeden Tag ein Häppchen.
Gestern also: Molly hat von ihren Liebsten zum Geburtstag einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende bekommen. Die vermeintliche Wellness-Oase entpuppt sich allerdings als ein düsteres Hotel irgendwo im Nirgendwo. Kein Handy-Empfang und kein Internet.
Heute geht’s weiter: Wird es auch mich an diesen finsteren Ort verschlagen?
Was will ich dort?
Um die Antwort vorweg zu nehmen: gar nichts. Absolut rein gar nichts.
Wenn Du es wissen willst…. dann…..

***klick hier!***

p.s.: um Verwirrungen zu vermeiden, habe ich die Adventskalenderstartseite hier aus diesem Blog rausgenommen.

Written by medizynicus

2. Dezember 2014 at 08:27

Veröffentlicht in Ein Herz für Blogs

Advent, Advent es ist wieder soweit….

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….in den Supermärkten türmen sich nicht nur die Lebkuchen- Spekulatius- Dominosteine und Schokoweihnachtsmannberge sondern auch die Stapel von diesen Pappdingsdas, die wo so vierundzwanzig Türchen haben hinter jedem von denen sich ein kleines Stückchen Billigschokololade versteckt.
Und in Buchhandlungen, Geschenkeläden und eigentlich aller Art von Läden gibt es die Dinger dann in anderer, mehr oder weniger witziger Version zu kaufen. Auch der Juwelier am Marktplatz hat einen im Angebot. Was da drin ist, weiß ich nicht, aber der Preis entspricht einem gut erhaltenen Gebrauchtwagen.
Wer eine Liebste oder einen Liebsten hat, der bekommt von ebenjener Person in diesen Tagen eine selbst gemachte Version überreicht.
Tja, und im Netz gibt’s auch welche.
Und…. Tada…. Molly und ich haben auch einen gebastelt für unsere lieben Leser.
…also…. großer Tusch….. hier comes…… we proudly persent….

Der Winterkrimi-Adventskalender von Molly und Medizynicus

Das erste Türchen ist schon offen.
Wir wünschen viel Spaß!

Written by medizynicus

1. Dezember 2014 at 06:55

Veröffentlicht in Ein Herz für Blogs

Spendenmafia

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November.
Regen. Sturm. Wind pfeift ums Haus, der Sturm stürmt heulend durch die Gegend, Donner donnert, Blitze blitzen und…
“Dingdong!”
Wie bitte?
“Dingdong! Dingdong!” dingelt es an meiner Wohnungstür.
Wer stört?
Ich erwarte niemanden. Also vorsichtig mal durch den Türspion gelinst und…
“Dingdong! Dingdong! Dingdong!”
….Mist, jetzt ist klar, dass jemand zu Hause ist, Licht unter dem Türspalt, verräterische Knackgeräusche und so, aber ist ja egal, zwingt mich doch niemand dazu, aufzumachen, wenn ich keinen erwarte, meine Wohnung ist meine Wohnung und die gehört mir und nur mir allein…. also zumindest so lange, wie ich die Miete bezahle. Also, warum sollte ich aufmachen?
“Dingdong! Dingdong! Dingdingdong! Dingdongdingeldong!” klingelt es weiter.
Sollte ich vielleicht doch aufmachen?
Wer weiß, vielleicht ist es ja die Lottofee?
Sie ist es nicht.
Ein Typ mit Vollbart, Lederjacke, zwei Meter groß, fast ebenso breit stellt seinen Kampfspringerstiefel in meinen Türspalt.
“Sind Sie Herr Armschlag?”
Wer sonst?
“Herr Benno Armschlag?”
Mr. Kampfspringerstiefel wedelt mit einem laminierten Ausweisdingsda
Nicken. Zu Boden starren. Sich nochmal zwanzig Zentimeter kleiner fühlen.
“Herr Armschlag, ich erwarte von Ihnen, dass auch Sie den Verein der Wohltätigen Wohltäter mit einer großzügigen Spende unterstützen!”
Er rammt mir eine Spendendose vor die Nase.
“Sie werden doch spenden, oder?”
Zurückweichen. Vorsichtiges Kopfschütteln.
“Äh… nee!”
“Sie behaupten, das Schicksal der von den Wohltätigen Wohltätern wohltätigst versorgten Menschen ist Ihnen egal?”
“Äh… nee… also…. äh, ich spende direkt!”
“Oho! Sie haben also Interesse an einer Fördermitgliedschaft? Dann unterschreiben Sie einfach hier, geben mir kurz Ihre Bankkarte und den Rest trage ich dann schon selbst ein. Damit werden Sie dann jeden Monat….”
“Nö!”
“Herr Armschlag, Sie wollen doch nicht sagen, dass Sie herzlos sind, gegenüber der Not…”
Seine Stimme ist plötzlich ganz weich. So weich wie meine Knie. Und mein Hirn rattert. Rattert immer schneller.
“Ich bin doch bei der Konkurrenz!”
Mr. Kampfspringerstiefel hält mit offenem Mund inne.
“Ich bin doch bei den lebensrettenden Lebensrettern! Wenn Sie also so gütig wären, mir gütigerweise Ihre Kreditkarte zur Verfügung zu stellen, dann könnte ich gleich einen Beitrag in frei gewählter Höhe als steuerabzugsfähige Spende abbuchen….”
Mr. Kampfspringerstiefel zieht vor Schreck seinen Kampfspringerstiefel aus meiner Tür. Klackrums, ist die auch schon zugeschlagen. Und jetzt schnell die Kette vorgehängt und die Klingel ausgeschaltet. Ist ja noch gerade mal gut gegangen!

special thanks an Molly!

Written by medizynicus

22. November 2014 at 14:20

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Arzt-Karrieren: das Brainstorming

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So, liebe Kollegen,
…es ist mal wieder Zeit für ein leckeres Tässchen Kaffee und die nächste Folge von dem Onkel Medizynicus sein Karriereseminar. Also, fangen wir mal an. Was gibt’s denn da so alles im Angebot? Machen wir mal ein kleines Brainstorming: Wo könntet, wo wolltet Ihr in zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren sein, was habt Ihr für Möglichkeiten:

  • Chefarzt – Schön für Dich, wenn Du ein echtes High Potential bist. Noten sind vielleicht nicht ganz so wichtig, aber Du solltest mindestens einen Doktortitel haben und vielleicht ein paar wissenschaftliche Veröffentlichungen vorzuweisen haben. Worum es da geht, ist nebensächlich, die Leute, die über Deine Einstellung zu entscheiden haben, haben davon vermutlich sowieso keine Ahnung. Wichtig sind möglichst viele Zeugnisse über irgendwelche tollen Qualifikationen: Facharzt ist obligatorisch, doppelter Facharzt gerne gesehen, und jede Zusatzbezeichnung willkommen. In Amerika gewesen zu sein eindeutig von Vorteil. Anderes Ausland zählt nicht so. Amerikanisches Examen hingegen schon…. Wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und in kleinen Provinzklitschen ist es heutzutage gar nicht mal so schwer wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Aber, wie gesagt, eher etwas für die Ehrgeizigeren unter Euch.
  • Oberarzt – …ist doch auch schonmal was. Ganz ohne Ehrgeiz, Fleiß und Zielstrebigkeit geht es nicht. Aber wer die Facharztprüfung geschafft hat, hat heutzutage keine schlechten Karten, einen Oberarztjob zu finden, wenn er sich ein wenig umschaut und ein wenig flexibel ist. Als Oberarzt ist man in einer klassischen Sandwichposition: Dem Chef gegenüber sollte man loyal sein (nicht unbedingt devot – diese Art Chefs gibt’s zwar auch noch, aber es gibt zunehmend auch Andere), und den Stationsärzten gegenüber kollegialer Vorgesetzter. Nicht ganz einfach. Und Leistungsträger sollte man auch noch sein.
  • Altassistentz – War früher der klassische Looser-Posten, aber klingt fieser als es ist. Darauf kommen wir noch zu sprechen!
  • Niederlassung – Ist auch ein Riesenthema, kommen wir noch drauf zu sprechen. Unterscheiden muss man zwischen:
    • Niederlassung als Facharzt – der klassische Job für Oberärzte, die keine Chefs werden.
    • Niederlassung als Hausarzt – das sind oft Leute, die immer schon Hausarzt werden wollten. Kommen wir auch noch drauf zu sprechen!
  • Außenseiterfächer – zum Beispiel Psychosomatik, Rehakliniken, Palliativmedizin, Arbeitsmedizin, Psychotherapie – hat man meist nicht auf dem Schirm, wenn man frisch von der Uni kommt, weil man sich da oft wenig drunter vorstellen kann. Kann aber echt eine spannende Karriere-Alternative sein
  • Aussteigen – …also aus der direkten Patientenversorgung. Zum Beispiel ins Gesundheitsamt, MDK, Öffentliches Gesundheitswesen, in die (Pharma-) Industrie, Firmen, Medizinjournalismus und was es sonst noch alles gibt…. kann spannend sein, ich komme noch drauf zu sprechen!
  • Auswandern – Tja, für viele von Euch vielleicht DIE Alternative. Aber wohin?
    • Schweiz – Geographisch das Nächstliegende. Vorteil: Schönes Land, viel Geld, angenehmeres Arbeitsklima. Nachteile: hohe Lebenskosten, und man bleibt sein Leben lang so gerade geduldeter Ausländer…. die Schweizer sind nicht einfach (Kollege Dienstarzt kann Euch mehr dazu erzählen!)
    • Schweden – Vorteil: Geregelte Arbeitszeiten, gutes kollegiales Arbeitsklima, schönes Land. Nachteile: der lange dunkle Winter, hohe Lebenshaltungskosten, Sprache
    • Norwegen – Vorteile und Nachteile: Wie Schweden, noch schöneres Land, noch dunklere Winter, noch mehr Geld, noch höhere Lebenshaltungskosten
    • England – Vorteile: Angenehmes, kollegiales Arbeitsklima, gute Weiterbildungsstrukturen, verständliche Sprache. Nachteile: Stellen zunehmend schwieriger zu finden. Viel Arbeit!
    • Australien, Neuseeland – Vorteile und Nachteile: Wie England, nur weiter weg, mehr Exotik, schwierig reinzukommen wenn man nicht vorher in England oder Amerika war
    • Amerika, also USA – wohl DAS Traumziel für Leute, die Karriere machen wollen. Vorteil: macht sich gut im Lebenslauf. Nachteil: das amerikanische Examen (USMLE) ist nicht einfach. Und dann muss man einen Job finden und konkurriert da natürlich mit den ehrgeizigsten Kollegen der ganzen Welt, die alle in die USA wollen. Wenn man dann einen Arbeitsplatz gefunden hat, dann muss man auch arbeiten: nicht vierzig, eher sechzig, siebzig, achtzig Stunden pro Woche. Und Urlaub? Zehn Tage im Jahr sind schon Luxus!

….hab ich noch was vergessen? Wie gesagt, Details gib’s später….

Written by medizynicus

21. November 2014 at 08:47

Veröffentlicht in Nachdenkereien

Arztkarrieren: die Beta-Player

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Also, liebe Kollegen,
nehmt Euch einen Kaffee, setzt Euch und macht es euch gemütlich. Ein paar Kekse sind auch noch da, aber den Streuselkuchen, von dem würde ich die Finger lassen, den hat nämlich die Schwiegertochter von Herrn Chromsky gebacken, da wäre ich vorsichtig!
Ja, herzlich Willkommen hier in Bad Dingenskirchen!
Wie das so funktioniert und was man so macht als Stationsarzt, das wisst Ihr ja und wenn Ihr es nicht wisst, dann könnt Ihr es auf meinem Blog nachlesen, da habe ich ja inzwischen eine Menge drüber geschrieben, oder?
Was ich Euch heute erzählen möchte ist: Wie es denn weitergeht.
Ja, Leute, Ihr wollt doch nicht Euer Leben lang Stationsarzt bleiben, oder?
Früher war es ganz einfach: Da hat man sechs Jahre als Assistenzarzt gearbeitet, dann war man sieben, acht Jahre lang Oberarzt und dann wurde man Chef. Wenn’s denn stimmt, was die alten Knacker sagen, die inzwischen im besten kardiologischen Patientenalter sind. Aber damals wurde schließlich nicht jeder Chef. Und auch nicht jeder Assistent wurde automatisch Oberarzt. Nee, das war weder damals noch heute so!
Wenn man sich die ganze Sache genauer anschaut, dann braucht man nicht lange, um festzustellen, dass es deutlich weniger Chefs als Oberärzte gibt. Und deutlich weniger Oberärzte als Assistenzärzte…. und wenn man einmal nachrechnet, dann fragt man sich irgendwann mal unwillkürlich: was wird eigentlich aus den Anderen?
Nehmen wir mal an – ja, ich weiß schon, was jetzt kommt, und ja, ich werde auch darauf noch eingehen, aber nehmen wir mal an….. die zehn Prozent Besten eines jeden Studien-Absolventen-Jahrgangs werden irgendwann einmal Chefärzte oder Professoren (oder Beides). Dann gibt es Neunzig Prozent, die nicht zu den Besten gehören. Im Manager-Sprech nennt man solche Leute “Beta-Player”.
Auch die haben ihre Lebensberechtigung. Aber wo?
Ja, es gibt Oberärzte, die niemals Chefs werden. Und es gibt auch Stationsärzte, die niemals Oberärzte werden.
Ist das wirklich die Schlechteste aller Berufsperspektiven?
So, liebe Kollegen, jetzt trinkt Euren Kaffee mal schnell aus, wir müssen wieder an die Arbeit.
Denkt mal nach über das, was ich Euch gerade erzählt habe. Und wenn ihr mit dem Nachdenken fertig seid, dann rede ich weiter….

Written by medizynicus

20. November 2014 at 20:24

Veröffentlicht in Nachdenkereien

Verklickt

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Entschuldigung, Leute, die Fortsetzung des Karriere-Coachings muss noch ein bisschen warten…. ich habe mich nämlich gestern verklickt.
Verklickt?
Also… ja, ich weiß, es ist mir ja alles furchtbar peinlich, aber das kann schließlich jedem mal passieren, oder?
Ja, dann erzähle ich mal:
Wie Ihr wisst, gibt es da den einen oder anderen großen deutschen Freemail-Anbieter, der…. ja, eben kostenlose Email-Adressen anbietet. Natürlich will so eine Firma auch Kohle machen. Klar, die sind ja nicht die Heilsarmee!
Also haben sie verschiedene Geschäftsmodelle. Das eine besteht darin, dass man nicht nur kostenlose Email-Adressen anbietet, sondern das ganze auch noch ein bisschen aufhübscht und dann gegen Geld verkauft.
Ja, und damit die Leute das auch kaufen, wird natürlich Reklame gemacht. Und da haben sie sich eine ganz fiese Masche ausgedacht: Wenn man auf sein Postfach über den Webmail-Zugang zugreifen will, dann kommt da manchmal so eine Nachricht. Da ist ein riesengroßer Button drauf: “Bitte hier klicken!”
Das darf man aber nicht tun, denn dann landet man bei diesen kostenpflichtigen Sachen. Wenn man in sein Gratis-Postfach will, dann muss man auf einen ganz kleinen Link in der Ecke klicken.
Ja, das weiß man. Und darum tut man es auch.
Aber manchmal…. also wenn man zum Beispiel gerade einen anstrengenden Tag hinter sich hatte und müde und unaufmerksam ist, dann kann es einem eben passieren… ja, und genau das ist mir gestern passiert!
Und jetzt?
Jetzt habe ich einen Monat lang kostenlosen Zugriff auf was weiß ich was für Sachen, die mich nicht interessieren und die ich gar nicht haben will. Danach fängt es an Geld zu kosten. Also, danach würde es Geld kosten, wenn ich eine Kontonummer oder einen echten Namen und eine echte Adresse angegeben hätte….. Aber ich bin ja nicht doof. Sind wir ja alle nicht, oder?
Also in einem Monat wird irgendwer irgendwohin irgendwelche Mahnungen schicken und spätestens dann muss man sich von der Email-Adresse verabschieden…
…es sei denn, man macht die ganze Chose rückgängig.
Geht doch, man hat schließlich ein vierzehntägiges Widerrufsrecht!
Aber das kann man nur wahrnehmen, indem man entweder eine kostenpflichtige Telefonnummer anruft oder einen echten Brief mit echter Unterschrift abschickt. Per Mail oder Rückgängig machen geht nicht. Einmal verklickt, immer verklickt.
Hab natürlich gleich eine Mail an die Kundenverdingsda-Stelle geschickt und bin gespannt, ob da was kommt…. aber warum sollten die von ihrem bewährten Geschäftsmodell abrücken?
Na gut. Jedenfalls ist Medizynicus wohl bis auf Weiteres nicht mehr per Mail zu erreichen…. und mit den nächsten Beiträgen dauert es dann wohl erstmal, bis die Sache geklärt ist….
Also, einen schönen Tag noch Euch allen…. Bis demnächst!

Written by medizynicus

19. November 2014 at 08:37

Wie man als Arzt Karriere macht

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Ja, liebe Leute, ich weiß, Ihr wollt es wissen. Ihr wolltet es schon immer wissen, wie wir Ärzte das so hinkriegen, also das mit der Rolex am locker aus dem Fenster des vor einer Villa an der Costa Soundso geparkten Luxus-Cabrios baumelnden Handgelenks…. okay, okay, ich weiß schon, dass glaubt uns heute niemand mehr und diese Zeiten jemals gegeben hat, dann sind sie heutzutage endgültig vorbei. Aber für ein schnuckeliges Einfamilienhäuschen in guter Lage sollte es trotzdem ausreichen, das Gehalt, wenn man ein paar Jahre lang fleißig war und ein paar Ratschläge beherzigt hat.
Was für Ratschläge?
Genau die will ich Euch jetzt geben. Seid doch nicht so ungeduldig, liebe Leute! Ich schlage ja schon… äh, ich erzähle ja schon!
Also, Ratschlag Numero eins:
Seid zielstrebig. Haltet Augen und Ohren offen. Überlegt Euch früh genug, wo Ihr später einmal landen wollt…. Identifiziert Euer Ziel und haltet stetig darauf zu…..
….okay, okay, ich sehe schon, das brauche ich Euch nicht zu sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr seid ja längst viel zielstrebiger als die zwei, drei Generationen vor Euch, die seit Achtundsechzig hauptsächlich Kiffen, Saufen und Party im Kopf hatten, dafür habt Ihr heute gar keine Zeit mehr, denn Ihr müsst ja studieren, wollt ja vorwärts kommen und wenn Onkel Medizynicus Euch jetzt ein paar Tipps geben will, dann soll er sich gefälligst nicht lange mit dieser blöden Vorrede aufhalten sondern endlich auf den Punkt kommen!
Also, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wie Ihr Euch durchs Studium wuselt, das haben Andere Leute besser und ausführlicher beschrieben (zum Beispiel Saskia in ihrem Studienführer) und wie man sich eine Stelle sucht, dazu gibt’s auch genügend Tipps, z.B. im Blog von Arzt-an-Bord.
Fangen wir also da an, wo man gewöhnlich anfängt, nämlich am Anfang.
An Eurem ersten Arbeitstag.
Zum Beispiel im Krankenhaus Bad Dingenskirchen.
Da stehst Du also, im frisch gewaschenen und gebügelten weißen Kittel, das Stethoskop um den Hals und schaust noch ein bisschen dumm aus der Wäsche, bis Dich einer der etwas älteren Kollegen mal an die Hand nimmt, Dir eine Tasse Kaffee in die Hand drückt, ins Arztzimmer schiebt und die Tür schließt….

J… morgen geht’s weiter!

Written by medizynicus

18. November 2014 at 08:54

Veröffentlicht in Nachdenkereien

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