Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Leichen im Keller (Teil 2): Wenn Ärzte zu Mördern werden…

with one comment

Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle gefragt: Wenn unser Krankenhaus der Schauplatz eines Krimis wäre: Wer wäre dann wohl der Mörder?
Natürlich sind die Ärzte und die Schwestern die Guten. Die Bösen sitzen woanders, zum Beispiel in der Verwaltung.
Nun… das ist nicht immer so.
Auch in unserer Zunft gibt es und hat es immer schon dunkle Gestalten gegeben.
Gut, Dr. Jekyll alias Mr. Hyde war eine Romanfigur.
Aber Harold Shipman hat es wirklich gegeben.
Er war ein gütiger, allseits beliebter Hausarzt in England, der seine Patienten still und heimlich um die Ecke gebracht hat: kaltblütig und mit voller Absicht.
Nicht einmal, nicht zweimal sondern mindestens fünfzehn Mal – dafür ist er verurteilt worden – wahrscheinlich aber mehrere hundert Mal.
Was ihn dazu getrieben hat?
Aufgefallen ist er, als er das Testament einer Patientin zu seinen Gunsten hat fälschen wollen. Aber bis dahin hat er Jahrzehntelang gemordet, ohne dass es irgendwem aufgefallen wäre, auch den Kollegen am Ort nicht obwohl es Gerüchte gegeben hat.

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Written by medizynicus

12. Mai 2009 um 14:02

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Eine Antwort

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  1. No need to blame doctors. Shipman happened to be British, he might have been German just as well.
    Killing Doctors are unique excepions. You could as well write about walking dolphins.

    Kreativarzt

    29. August 2010 at 18:53


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