Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Willkommen in der Provinz

with 8 comments

Endlich mal ein wenig Sommer!
Medizynicus will seinen wohlverdienten Feierabend in einem netten Ausflugslokal im Dingenskirchener Wald verbringen, welches er letztens entdeckt hat. „Schön, Sie wieder zu sehen!“ sagt die Bedienung, als sie ihm das Bier bringt. Er war hier bislang genau ein einziges Mal.
„Mahlzeit!“
Das grinsende Gesicht, welches da gerade an ihm vorbei läuft gehört Frau T., welche letztens mit einer gesalzenen Lungenentzündung auf Zimmer 211 gelegen hat. Medizynicus lässt seinen Blick durch das Lokal schweifen.
„Prost Herr Doktor!“
Das war Herr K., die äthyltoxische Pankreatitis von Zimmer siebzehn!


Weitere Artikel zum Thema:

Written by medizynicus

9. Juli 2009 um 20:59

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

8 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Tja. Das nennt man wohl Berufsrisiko.

    Vor Jahren stand ich mal mit dem Rad an einer Ampel (auf dem Weg nach Hause von der Arbeit). Plötzlich neben mir: „Hallo Frau Benedicta! Sollte ich eigentlich Vorlesung A oder lieber B besuchen?“
    O.o

    Das Ende vom Lied war, der Studi und ich hatten mehrere Blocks lang gemeinsamen Weg und so hab ich die Strecke bis zur übernächsten Ampel genutzt, ihm sein Studienproblem zu klären *gg*

    Benedicta

    9. Juli 2009 at 21:26

  2. *lol* es ist auch besonders klasse, wenn man in seiner Anstalt im weißen Kittel durch die Flure geht und in Ambulanzen und Patientenaufnahme, bzw. aufm Flur vorm Patientenzimmer auf Menschen trifft, die man aus seinem räumlichen Einkaufsumfeld kennt.
    Deren Frage: „Was machen Sie denn hier?“finde ich besonders intelligent 😉

    Oder der Herr XY, der nach einem etwas feucht-fröhlichen Vatertag mit dem Rad verunfallt im Bett auf Station liegt, sein Gesicht kohlrabenschwarz vor Hämatomen, (kein Wiedererkennungswert 😉 ) während des Blutabnehmens kommt dann der genuschelte Satz: „Grias di Petra…“ und ich erkenne erst an der ähnlichen Stimme einen guten Bekannten wieder 😀

    Petra

    9. Juli 2009 at 21:56

  3. Glaube mir, sowas passiert nicht nur in der Provinz…

    schwestertrauma

    10. Juli 2009 at 11:15

  4. In der gleichen Stadt arbeiten, in der man wohnt… ein NoGo.

    ALs Anästhesist passiert soetwas selten, Dormicum sei Dank 😉

    Doc Brown

    10. Juli 2009 at 11:28

  5. Ja das macht besonders Spass, wenn der Patienten, der einem seit 2 Jahren vorheult, dass die erhöhten Leberwerte nur von seiner Arbeit mit Lösungsmitteln herrühren und dass er unbedingt seinen Führerschein (wg 3.15 Promille weg) wiederhaben muss, am hellichten Nachmittag in einer etwas abgelegeneren Wirtschaft in volltrunkenem Zustand ein fröhliches „Hallo Herr Doktor, wie gehts, wollen’s auch was trinken?“ entgegennuschelt.

    der Landarsch

    10. Juli 2009 at 12:05

  6. Solange Du die Leute noch mit Namen und nicht mit ihrer Diagnose und Zimmernummer ansprichst ist die Welt in Ordnung. 😉

    Flocke von Kroetengruen

    10. Juli 2009 at 19:06

  7. *kicher*

    „Ach die Frau Hypertonie von der 12…“ … hihihi…

    Mayla

    10. Juli 2009 at 23:24

  8. Mir geht das aber auch eher so wie Flocke: Wenn ich im Ort irgendwelche Menschen treffe, die ich schon mal als Patient auf der Trage liegen hatte überlege ich auch zuerst, was der- oder diejenige noch gleich hatte 🙂

    Chris

    12. Juli 2009 at 10:47


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s