Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Ich kauf mir das Krankenhaus!

with 9 comments

Sonntag Abend um halb elf und Medizynicus kommt wieder mal auf krumme Gedanken.
Der italienische Jackpot ist geknackt. Nee, leider nicht von mir. Aber was wäre wenn?
Wieviel waren drin? Hundert Millionen? Man stelle sich mal vor: Einhundertmillionen Euros, das sind… wie viele Güterzüge voller Euro-Münzen? Okay, lassen wir das. Was kann man mit dem Geld anstellen? Natürlich, ein paar Ferraris und Lamorghinis muss man sich schon gönnen und ein Häuschen auf Sylt und eines in der Toscana auch… (und einen Doktortitel kaufe ich mir natürlich auch, aber das ist ein anders Thema.)
Und dann hätte ich immer noch neunundneunzig Millionen Euros übrig. Was kaufe ich mir also sonst noch? Vielleicht das Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen?
Stellen wir uns vor:
Montag Morgen, acht Uhr früh im Büro des Verwaltungsdirektors.
Die Sekretärin läutet beim Chef durch.
„Ein junger Mann ist da. Er behauptet, es sei wichtig.“
„Soll sich nen Termin geben lassen!“
„Er will aber jetzt sofort mit Ihnen sprechen.“
„Frühestens in zwei Wochen!“
„Er sagt, das geht nicht, weil Sie dann Ihre Tätigkeit in diesem Hause längst beendet haben werden…“
Okay. Träumen wir weiter. Der nächste Jackpot kommt bestimmt.

Werbeanzeigen

Written by medizynicus

23. August 2009 um 22:45

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

9 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Schöner Traum, wirklich 🙂

    Ach ja, was man mit dieser Kohle alles anstellen könnte. Ich würde nur noch Quer durch die Welt reisen.

    Oder nen Krankenhaus neben deinem Bauen und damit angeben, dass es größer ist als deins 😛

    DeserTStorM

    24. August 2009 at 11:55

  2. Man sollte sich kein Auto kaufen, das man nicht schreiben kann… es sei denn, man stellt gleich noch nen Sekretär ein, der das künftig für einen erledigt 😉

    Benedicta

    24. August 2009 at 18:42

  3. Allein mit zwei der 140 Millionen würde ich:
    sofort die Kassenzulassung zurückgeben.
    Ca. drei Tage in der Woche arbeiten – nicht mehr als 8-10 Patienten pro Tag.
    Meine Chroniker-Fans zu fairen Konditionen – Politiker zum dreifachen Satz (Alicante-Klausel)
    Einen Tag in der Woche: Politik machen – mitmischen – unbequem sein – oder auch nicht …
    … auf der Terasse ein gutes Buch lesen, endlich ein Instrument lernen, mein Italienisch vertiefen, …

    sorry – das interssiert ja eigentlich keinen, aber es war so schön zu träumen.

    @medizynicus: die Rachegelüste irgendwelchen Verwaltungsköppen gegenüber kann ich gut verstehen, aber die sind die Emotion nicht wert.

    drgeldgier

    24. August 2009 at 20:21

  4. Auf jeden Fall weiter im Geschäft bleiben. Weiter arbeiten, auch wenn man alles ein wenig lockerer sehen könnte
    Denn nichts zu tun haben ist zwar schön. Reisen ist toll, in der Hängematte liegen und ein Buch lesen ist super, bei der Hitze sich im eigenen Pool erfrischen klasse!
    Aber mal ehrlich irgendwann hat man so viele Länder bereist, und all die anderen Sachen sehr ausgiebig getan.
    Und dann fällt sie einem auf den Kopf, die Decke.

    Nico

    25. August 2009 at 11:28

  5. @Nico – natürlich will ich im Geschäft bleiben! Deshalb kauf ich mir ja das Krankenhaus und mach dann den Job so, wie ich es immer schon mal machen wollte….

    @Dr. Geldgier – Richtig, gute Mischung! Und: Wenn der Laden mir gehört, dann ist da für gewisse Leute leider kein Platz mehr…

    @Benedicta: Ich glaube, das geht den meisten Lottomillionären so. Rollz Rois kann ich übrigens auch nicht richtig schreiben. Muss ich dann also doch bei VW bleiben?

    medizynicus

    25. August 2009 at 22:01

  6. Audi hat auch dicke Autos, und ist ganz einfach zu schreiben 😉
    Noch kürzer: BMW

    Benedicta

    25. August 2009 at 22:55

  7. Mercedes-S-Klasse kann sogar eine Sonderschullehrerin mit hoffentlich befristetem Arbeitsvertrag (maximal 27.09.09) richtig schreiben.
    Und die gibt es sogar noch mit Fahrer als Urlaubsbegleitung. Also die S-Klasse, nicht die Lehrerin.
    Und bei 140 Mille tut es auch nicht sooo weh, wenn das Ding mal im Urlaub einige Tage verschwindet. Musst halt zu Fuß zum dortigen Bürgermeister gehen, um Dich ins goldene Buch einzuschreiben, auch wenn er Dich nicht kennt.
    Einfach sagen, dass Du ein ganz wichtiger Meister in Deutschland bist.

    drgeldgier

    26. August 2009 at 08:41

  8. „Mercedes mit Fahrer“ leiste ich mir gelegentlich… hierzulande nennt man das „Taxi“. Sehr nützlich, um mit Bergen von Gepäck zum Bahnhof und wieder nach Hause zu kommen 😉

    Benedicta

    26. August 2009 at 12:15

  9. Gibts denn schon Spitäler für lächerliche Hundert Millionen? Was ich da immer lese, kosten die eher immer mehrere Hundert Milliönchen :-). Aber vielleicht ginge sich ja ein kleines Krankenhaus aus.

    Tom

    28. August 2009 at 13:59


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s