Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Archive for April 2010

Darf man im Krankenhaus an Sex denken?

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Ich freue mich über Kommentare. Eigentlich über jeden. Auch und gerade über die Kritischen. Und letztens gab es einen, über den ich lange nachgedacht habe. Ehrlich gesagt habe ich lange damit gezögert, ihn freizuschalten. Aber nicht weil ich vor diesem Kommentar Angst gehabt hätte, sondern weil ich den Kommentar nicht unkommentiert stehen lassen möchte.
Es geht um diesen Beitrag und der ist schon ein paar Monate alt. Der Kommentar der anonymen Autorin kam letzte Woche. Sie schreibt:

zufällig bin ich hier gelandet und muss einmal sagen – falls dieser blog wirklich medizinischem personal gehört – dass ich mich sehr wundern muss. (…) der ganze blog liest sich wie der eines pubertierenden spinners. das macht mir ehrlich gesagt angst vor meinen arztbesuchen, die ich wegen einer krankheit sehr oft antreten muss! es hat schon einen grund, warum ich nur zu frauenärtinnen gehe….

Worum geht es?
Ich treffe eine junge, gutaussehende Patientin. Ich sehe diese Patientin nackt und ich berühre sie.
Was denke ich dabei?
Was darf ich denken?
Bin ich ein Schwein oder ein pubertärer Spinner wenn ich das denke, was neunzig Prozent aller Männer, deren Testosteronspiegel noch nicht auf annähernd null herabgesunken ist, denken, wenn sie den nackten Körper einer jungen und attraktiven Frau sehen?
Einigen wir uns darauf:
Es gibt Kollegen, welche unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelegentlich Kommentare zum Besten geben, bei denen auch ein abgebrühter Matrose rot werden könnte.
Und doch: auch diesen Kollegen, und dafür lege ich meine Hand ins Feuer, würde es niemals, und auch wirklich niemals einfallen, eine Patientin falsch oder unangemessen zu berühren. Und auch zotige Kommentare in Anwesenheit einer Patientin dürften sehr selten sein.
Fassen wir zusammen:
Mindestens 99 Prozent aller mir bekannten Kollegen wissen, was sich gehört – und doch sind und bleiben wir Menschen und keine Maschinen.

Siehe auch hier oder hier.

Written by medizynicus

24. April 2010 at 22:33

Der Kalle und der Krieg

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„Lass mich raten: Es hat irgendwas mit diesem MVZ zu tun!“
Kalle grinst bis über beide Ohren.
„Och nööö. Wie kommst Du denn da drauf?“
„Ich dachte, die Sache sei streng geheim!“
„Hmmm.“
„Erzähl, was ist los!“
Kalle macht eine Kunstpause und wischt sich den Bierschaum vom Mund.
„Da muss wohl einer geplaudert haben.“
„Etwa… ein gewisser Jemand, welcher gerade ein Glas in der Hand… ?“
„Nee, ich war’s nicht. Wirklich nicht.“
„Ach!“
„Das wäre mir viel zu teuer!“
„Zu teuer?“
„Denk doch an die Verschwiegenheitserklärung! Wenn die mir irgend etwas nachweisen können, dann bin ich schnell ein paar Tausender los.“
„Also läßt Du Dir halt nichts nachweisen…“
„Warum sollte ich?“
„Du sagtest doch gerade…“
„Nee, ich meine, warum sollte ich ein Interesse daran haben, dass das Geheimnis nicht mehr geheim ist?“
Ich zucke mit den Schultern.
„Wer denn?“
„Weiß ich auch nicht. Interressiert mich aber ehrlich gesagt auch gar nicht. Irgendwer wird’s schon gewesen sein. Vielleicht sogar irgendwer vom Krankenhaus selbst. Viel interessanter ist das zweite Geheimnis.“
„Welches zweite Geheimnis?“
„Tja, da staunste, was? Es gibt nämlich noch ein zweites Geheimnis. Und das ist noch viel geheimnisvoller!“

Written by medizynicus

23. April 2010 at 07:01

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Sarah und der Vulkan

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Ja, ich habe mich riesig darüber gefreut, dass Sarah heute wieder da ist.
Eigentlich freue ich mich immer riesig, wenn ich Sarah sehe, das ist ein anderes Thema, aber heute habe ich mich ganz besonders riesig gefreut, vor allem nämlich weil sie heute ihren Dienst machen kann, den fast ich hätte übernehmen müssen.
Nun ist der Kelch so gerade haarscharf an mir vorüber gegangen….
Aber mal von vorn.
Sarah hatte Urlaub. Den habe ich ihr natürlich von Herzen gegönnt.
Diesen Montag hätte sie wieder an Bord sein sollen. Dem war aber nicht so.
Um neun Uhr früh kam ein Anruf:
„Ich bin in Malaga!“
„Und wie ist das Wetter bei Euch?“
Sie überhört meinen leisen Sarkasmus.
„Mein Flug ist gecancelt worden!“
„Aha?“
„Ich war auf Gran Canaria. Gestern hätten wir zurückfliegen sollen. Du kannst Dir nicht vorstellen, was da am Flughafen los war…“
Kann ich doch. Ich besitze einen Fernseher!
„Und dann?“
„Dann haben sie uns nach Malaga umgeleitet.“
„Soll doch auch ganz schön sein.“
„Jetzt versuchen wir, mit dem Zug weiter zu kommen!“
Viel mehr hätte mich natürlich interessiert, wer die andere Hälfte des „Wir“ gewesen ist. Doch hoffentlich nicht etwa dieser Andreas?
Am Dienstag meldete sich Sarah dann irgendwo aus Frankreich. Dort streikten gerade die Eisenbahnen oder so. Mittwoch früh saß sie dann in einem Bus und war schon kurz vor der deutschen Grenze und heute dann… mit Augenringen und ziemlich blaß in unserer Frühbesprechung.
Einen Moment lang überlegte ich, ihr anzubieten, freiwillig den Dienst zu übernehmen. Aber nur einen Moment lang. Denn ich hatte schon einen Extra-Dienst hinter mir und der nächste wartet schon wieder hinterm Horizont…

Written by medizynicus

22. April 2010 at 21:59

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Manche Montage sind…

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…richtige Montage.
Montage, wie sie im Buch stehen.
Nee, heute wirklich keine Zeit zum Bloggen. Vielleicht heute Abend. Dabei würde ich Euch so gerne die Geschichte von Kalle erzählen und das Neueste über dieses MVZ und noch viel mehr, denn es gibt Neuigkeiten…
Okay. Vielleicht heute Abend. Vielleicht.

Written by medizynicus

19. April 2010 at 13:45

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Der Kalle war wieder mal schuld…

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…an all den Flugzeugen, die da gerade in meinem Kopf herumfliegen.
Ist spät geworden gestern Abend, und jetzt werde ich gerade wach, habe einen Teil der notwendigen Koffeindosis intus um auf Betriebstemperatur zu kommen und vor allem weiss ich jetzt Bescheid!

Written by medizynicus

17. April 2010 at 11:38

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Krieg in Bad Dingenskirchen (2)

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„Nun ja, das erklärt uns zweierlei,“ meint Schwester Gaby später in der Küche, „nämlich erstens die schlechte Belegung und zweitens die schlechte Laune unseres Chefs!“
„Ist das nicht eine Unverschämtheit?“ fragt Schwester Paula, „Da nutzen die Hausärzte doch schamlos das Vertrauen ihrer Patienten aus!“
„Worum geht es denn überhaupt?“ fragt Jenny.
Gaby schüttelt den Kopf.
„Das weiss niemand. Hat etwas mit Politik zu tun. Den Hausärzten gefällt irgendetwas nicht, was die Verwaltung vorhat. Mir auch nicht, aber mich fragt ja keiner.“
Kalle lächelt und sagt nichts.
„Die riskieren doch, dass das Krankenhaus geschlossen wird!“ sagt Schwester Paula, „davon hat keiner etwas. Die Patienten am allerwenigsten. Und wir werden arbeitslos.“
Kalle trinkt einen Schluck Kaffee.
„Es herrscht halt Krieg!“ meint er ruhig und greift nach der zerfledderten Tageszeitung.
„Das ist kein Krieg, das ist Geiselnahme!“
„Im Krieg ist halt alles erlaubt!“
Kalle lächelt immer noch.
Moment mal… warum tut der so geheimnisvoll? Das muss doch einen Grund haben!
„Weißt Du vielleicht etwas, was wir nicht wissen?“ frage ich.
Kalle steht auf und stellt die leere Tasse in die Spülmaschine.
„Wenn das so wäre,“ sagt er und grinst noch viel breiter, „wenn das so wäre, dann dürfte ich es nicht sagen!“
Und damit verläßt er den Raum.

Written by medizynicus

16. April 2010 at 07:07

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Krieg in Bad Dingenskirchen

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Frau Brettschneider hat doch keinen Herzinfarkt.
Labor, mehrere EKG’s, Herzecho und dann zu guter Letzt auch noch das Belastungs-EKG: alles war in Ordnung. Sie kann also heimgehen.
„Dann bin ich ja beruhigt!“ sagt sie bei der Visite, als ich ihr die Frohe Botschaft verkünde, „wissen Sie, ich hatte ja ein richtig schlechtes Gewissen!“
„Ein schlechtes Gewissen? Weswegen?“
„Na, ich hätte doch gar nicht hierher kommen dürfen!“
„Wer sagt das?“
„Na, mein Hausarzt.“
Ich starre sie verständnislos an.
„Entschuldigen Sie, aber… Ihr Hausarzt sagt Ihnen, dass Sie möglicherweise einen Herzinfarkt hätten und sagt Ihnen gleichzeitig, Sie sollen nicht ins Krankenhaus gehen?“
Frau Brettschneider lacht kurz.
„Doch, ins Krankenhaus schon, aber halt nicht in dieses hier.“
Die Sache wird ja immer verwirrender.
„Ja, wissen Sie, ich habe halt kein Auto. Von mir aus nach Sankt Anderswo, das sind über vierzig Kilometer. Da hätte ich einen Krankenwagen gebraucht. Bad Dingenskirchen hingegen ist gleich um die Ecke, da hat mich die Nachbarin schnell hinbringen können, also seien Sie mir bitte nicht böse…“
„Ich bin Ihnen gar nicht böse. Niemand ist Ihnen böse. Aber jetzt sagen Sie mir doch mal, warum Sie nach Sankt Anderswo hätten fahren sollen!“
„Weil mein Hausarzt das so bestimmt hat. Er sagt, er hat kein Vertrauen mehr zum Krankenhaus Bad Dingenskirchen und deshalb schickt er da keine Patienten mehr hin!“
„Und…ähem, hat Ihr Hausarzt Ihnen gesagt, weshalb?“
„Ja, hat er mir gesagt. Das heißt, er hat gesagt, es habe etwas mit Politik zu tun, aber das würde ich eh nicht verstehen. Das Krankenhaus wolle ihn in den Bankrott treiben, oder so ähnlich!“
Ich drücke Brettschneider den Entlassungsbrief in die Hand und verabschiede mich von ihr.
Keine Ahnung, was da vorgeht! Aber ich binja auch nur ein kleiner Assistenzarzt und brauche das alles nicht zu verstehen.

Written by medizynicus

15. April 2010 at 07:05

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Alkohol? Was ist das? Nie gehört!

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…und wieder mal ein Geheimnis aus unserer streng geheimen Geheimsprache:
Heute geht’s um Alkohol. Für die Blitzmerker unter Euch: Alkohol – korrekterweise Äthanol genannt – ist die chemische Verbindung mit der Formel C2-H5-OH, welche als Endprodukt bei der sogenannten Alkoholischen Gärung entsteht. Für den menschlichen Verzehr ist sie – sagen wir mal – bedingt geeignet, steigert in kleinen Mengen durchaus das Wohlbefinden und ist in höheren Konzentrationen leicht flüchtig und brennbar. Und macht auf Dauer die Leber und das Hirn kaputt.
Aber genug der Theorie.
Vergegenwärtigen wir uns den guten Herrn Fusel-Franze. Wir erinnern uns: Fusel-Franze nimmt tagtäglich sein Fläschchen Wodka zu sich, oder manchmal Wein, Bier, Korn, Brennspiritus, was auch immer er in die Finger kriegt.
Wie nennt man solche bedauernswerten Gestalten?
Nein, nicht Schnapsdrosseln, das wäre beleidigend.
Und Alkoholiker gibt’s vielleicht bei den Anoynmen Ebensolchen aber nicht bei uns im Krankenhaus. Hier nennt man die Dinge nicht beim Namen. Zumindest nicht bei dem Namen, welcher in der unwissenden Zivilbevölkerung allgemein bekannt sein könnte.
Wir gehen wissenschaftlich an die Sache ran. Nicht Alkohol sondern C2-H5-OH, oder Zeh-Zwo-Hah-Fünf-Oh-Hah. Oder kurz: Zeh-Zwo. Und mit dem Zeug betreibt man auch keinen Missbrauch, sondern Abusus.
C2-Abusus.
Und wenn der Alk die Leber kaputt macht, dann redet man von einer Äthyltoxischen Schädigung.
Im Falle einer Magenschleimhautentzündung ist man sogar noch vornehmer: Da redet man von einer „ernährungsbedingten“ oder „alimentären“ Gastritis und nur der echte Insider weiß, welches leicht flüchtige, bedingt genießbare Nahrungsmittel sich dahinter verbirgt.
Ach ja, und noch etwas:
Sollte in der Krankenakte etwas stehen von „Foetor Äthylicus ex Ore“, dann ist das absolut nichts Feines oder Vornehmes. Was es bedeutet?
Die betreffende Person stinkt aus dem Hals.
Nach… ja was wohl?

Written by medizynicus

14. April 2010 at 07:39

Krank feiern leicht gemacht: Regel Nummero eins

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Also gut, fangen wir an.
Erste Regel: Achte auf das richtige Timing und das Setting!
Mach Dich ein wenig frisch. Wasch Dich. Auch eine Dusche oder ein Bad können nicht schaden. Zieh frische Unterwäsche an, nach Möglichkeit eine Unterhose ohne Bremsstreifen und Socken, in denen Du nicht gerade einen Marathon bei Nieselregen gelaufen bist. Bring Deine Ausdünstungen ein wenig unter Kontrolle, auch wenn es ein heißer Sommertag ist. Übertreib es aber nicht, sei insbesondere vorsichtig mit Parfums, Aftershaves und Klowasser (sogenanntes Eau de Toilette). Auch Deos können aufdringlich sein.
Okay.
Das ist das Eine.
Das andere ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes. Ich habe ja schon erwähnt, dass es keine Idee ist, den Arzt des Vertrauens zu nachtschlafender Stunde in Deine verräucherte Wohnung zu zitieren.
Du glaubst vielleicht, den Doc auf diese Weise davon zu überzeugen, wie schlecht es Dir geht, aber glaub mir, der hat schon Heftigeres gesehen! Auch wenn Du noch so überzeugend herumröcheln und den sterbenden Schwan markieren kannst!
Schlimmstenfalls wird er Dich ins Krankenhaus einweisen (und wenn Du ganz großes Pech hast sogar in die Psychiatrie). Oder er wird Dir ein paar Pillen verschreiben. Oder – falls es ein altmodischer Kollege ist – eine Spritze verpassen, aber mit dem gelben Schein wird er eher geizig sein, vor allem dann, wenn Du das Thema von Dir aus zur Sprache bringst.
Lass Dir also einen Termin geben.
Oder, falls Dein Hausarzt keine Termine vergibt, geh einfach in die Sprechstunde. Nach Möglichkeit nicht am Montagmorgen oder am ersten Tag eines neuen Quartals.
Und während Du im Wartezimmer wartest, kannst Du Dir schonmal überlegen, was Du ihm dann erzählen willst.

Mehr:.

Fortsetzung folgt

Written by medizynicus

13. April 2010 at 07:00

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Krank feiern leicht gemacht: Der Weg zum gelben Urlaubsschein

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Dies ist wieder einmal ein Special für den geneigten Google-Surfer, der mit entsprechenden Suchanfragen diese Seite ansteuert


Also gut, Du willst es wissen.
Du willst heute mal blau machen. Oder krank feiern. Oder einfach mal zu Hause bleiben, weil Du keinen Bock auf deinen Job hast. Oder Du hast halt was Besseres vor als zur Arbeit zu gehen. Wie dem auch sei, jedenfalls hast Du die Idee, zum Arzt zu gehen und willst nen Krankenschein.
Aber wie bekommst Du das begehrte Stück Papier?
Okay, ich erzähle es Dir.
Es gibt ein paar Dinge, die Du beachten solltest.
Lektion nummero eins:
Den Krankenschein gibt’s grundsätzlich beim Hausarzt.
Also nicht im Krankenhaus. Oder sagen wir besser: Eigentlich eher nicht im Krankenhaus, es sei denn, Du bist dort als stationärer liegender Patient aufgenommen worden. Will sagen: Es ist eine verdammt schlechte Idee, sonntags abends kurz vor Mitternacht vorbeizukommen, wenn der Hauptgrund Deiner Anwesenheit ein Krankenschein für den folgenden Montag ist. Wir behandeln zwar Deine blauen Flecken und Deine gebrochene Nase, schicken Dich dann aber zur Nachkontrolle zum Hausarzt, und der ist auch für den Krankenschein zuständig. Also: wenn Du blau machen willst, spar Dir den Umweg, leg Dich lieber ins Bett und schlaf Dich aus.
Und wenn Du dann beim Hausarzt aufkreuzt, dann tu ihm einen Gefallen: Beweg Deinen Arsch in die Praxis und zitiere ihn nicht zu Dir nach Haus, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Und stell Dir den Wecker, damit Du es noch zeitig vor Ende der geplanten Sprechstunde in die Praxis schaffst.
Wenn Du ihn nachts unnötigerweise rausklingelst und dann womöglich auch noch zu Dir ins Haus bestellst, machst Du ihn Dir nicht unbedingt zum Freund. Und das solltest Du beherzigen, wenn Du krankfeiern willst, denn das ist schon die Lektion nummero zwei:
Mach Dir Deinen Hausarzt nicht zum Feind!
Die meisten Ärzte sind nämlich gar nicht so blöd, selbst die Hausärzte nicht und sie mögen es gar nicht, wenn man versucht, sie zu verarschen.
Womit wir bei Lektion nummero drei wären:
Der gemeine Hausarzt fühlt sich nämlich heutzutage ständig verarscht. Daran ist die Politik schuld, oder die bösen Krankenkassen oder die kassenärztliche Vereinigung oder wer auch immer – manchmal auch die Patienten.
Sorge also dafür, dass er sich von Dir nicht verarscht fühlt. Das ist gar nicht so einfach, denkst Du, wenn Du zwei Wochen Krankschreibung willst, obwohl Dir gar nichts fehlt? Wart’s ab! Viele Hausärzte sind ja gar nicht so. Sie gönnen Dir ja Deinen gelben Urlaubsschein.
Sofern Du Dich an die Regeln hältst.
Und was das für Regeln sind, das erkläre ich Dir jetzt.
Mehr zum Thema:

Written by medizynicus

12. April 2010 at 07:16