Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Das Gespenst vom Ärztemangel

with 17 comments

Ein Gespenst geht um: Das Gespenst vom Ärztemangel.
Keine Woche vergeht, ohne dass in der Standespresse erneut irgendein Lobbyist uns etwas vorjammert.
Machen wir uns nichts vor: Deutschland hat, auf die Anzahl der Bevölkerung bezogen eine der höchsten Ärztedichten der Welt. Und das nicht nur im Vergleich mit Bangla Desh, Uganda oder Spelunkistan sondern durchaus auch nach europäischen Maßstäben.
Und: Heute gibt es mehr niedergelassene Ärzte als vor zehn oder vor zwanzig Jahren.
Nur: Die tummeln sich da, wo das Geld ist. Also in den Großstädten und Ballungsräumen. Da kann es sein, daß man an jeder Straßenecke einen Orthopäden, Neurologen oder Frauenarzt findet. Wer neu im Geschäft ist, muss in der Regel einen Kollegen finden, der aufhören will und ihm seine Praxis für viel Geld verkauft. Und jetzt hat unser junger Gesundheitsminister Rösler eine Idee: Aufhörende Praxisinhaber in Ballungsgebieten sollen ihre Praxis nicht mehr verkaufen dürfen. Von „Enteignung“, wie gewisse Funktionäre gleich wieder schreien, ist dabei allerdings keine Rede: Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen diese Praxen „zu attraktiven Konditionen aufkaufen“ und dann irgenwie jüngere, niederlassungswillige Kollegen dazu motivieren, sich in schlechter versorgten Regionen, also auf dem platten Land, zum Beispiel in Bad Dingenskirchen niederzulassen.
Da gibt’s viel Arbeit und wenig Privatpatienten. Und vielleicht wirklich einen Bedarf für neue Ärzte.
Nochmal zum Mitschreiben: Die kassenärztlichen Vereinigungen wachen nicht nur darüber, welcher Arzt sich wo niederlassen darf, sondern sie verwalten vor allem das Geld, welches die Krankenkassen für die ambulante Patientenversorgung zur Verfügung stellen.
Geld, was aus meinen und Euren Krankenkasenbeiträgen stammt.
Anstatt für die Behandlung von Kranken soll dieses Geld also dazu aufgewandt werden, Arztpraxen aufzukaufen und stillzulegen um den jeweiligen Kollegen den Lebensabend zu versüssen und den Übriggebliebenen die Konkurrenz vom Leibe zu halten.
Das muss man sich mal auf der Zuge zergehen lassen!
Ganz anders sieht man das bei der CSU, da denkt man wohl marktwirtschaftlicher: Das komplizierte Verteilsystem gehört abgeschafft, jeder Facharzt soll sich ohne Einschränkung dort niederlassen dürfen wo er will.
Der Mafiaartige Schwarzhandel mit den begehrten „KV-Sitzen“ wäre von heute auf morgen abgeschafft.
Wer sich dann irgendwo niederläßt, wo rechts und links zahlreiche Konkurrenten sitzen, ist dann selbst schuld, wenn er pleite geht. Vielleicht geht er aber auch nicht er Pleite, sondern der lustlose alteingesessene Kollege nebenan, weil der neue, jüngere einfach besser ist.
Kein Wunder, das die Mafia der alten Säcke da Muffensausen kriegt!
Vor allem Dr. Raffke und seine Kollegen hören das gar nicht gern.

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Written by medizynicus

1. Mai 2010 um 07:42

Veröffentlicht in Gehört und gelesen

17 Antworten

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  1. Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass keiner der ganzen Schlaumeier die hier jetzt die Revolution ausrufen auch nur die leiseste Idee hat wie man z.B. Ost-Sachsen für Menschen atraktiv machen könnte. Es geht ja nicht darum dort Ärzte hinzulocken, zumal Rösslers Idee von der Hausarztquote ohnehin Quatsch ist. Solange da keiner wohnen will, weil man dort keine Arbeit findet, wird da auch keiner Medizin machen wollen/können. Aber es ist bestimmt viel wichtiger entscheidend in den Verteilungskampf in den Ballungsräumen einzugreifen…

    Patrick

    1. Mai 2010 at 11:08

  2. Ärztemangel ? Gott sei Dank !

    Im Jahr 2008 waren 18 Mio. Patienten in Krankenhäusern.

    Davon sind 400.000 im Krankenhaus gestorben – davon zwischen 7,25 % und 19,75 % an vermeidbaren Fehlern vom Krankenhauspersonal:

    Von den 18 Mio. Patienten (2008) werden jedes Jahr 5 % – also 900.000 – von Ärzten und Pflegepersonal VERMEIDBAR mit Krankenhauskeimen infiziert.

    Die Kostensteigerung pro Fall beträgt bis zu 6.000 €.

    Von den infizierten Patienten sterben jährlich 20.000 – 50.000.

    Außerdem sterben jedes Jahr in Krankenhäusern 8.000 – 28.000 an VERMEIDBAREN Medikamentenfehlern und ca. 1.000 Menschen an den VERMEIDBAREN Behandlungsfehlern, von denen man ab und zu in der Zeitung liest.

    Genaue Zahlen gibt es nicht, weil es keine Statistik darüber gibt und diese Fälle von Körperverletzung und Todschlag nicht strafbar sondern schicksalhaft sind.

    Das heißt, dass 29.000 – 79.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland an VERMEIBAREN Fehlern von Ärzten und anderem Krankenhauspersonal sterben und riesige Kostensteigerungen verursacht werden.

    Empfehlung vom Krankenhaushasser: Krankenhaus wird sicherer und billiger, je weniger Personal dort ist.

    Krankenhaushasser

    1. Mai 2010 at 17:40

  3. @Krankenhaushasser:
    …dann ist es ja am sichersten und billigsten, wenn ÜBERHAUPT KEIN Personal dort ist! Hat da schon mal jemand drüber nachgedacht…??

    docangel

    1. Mai 2010 at 23:43

  4. Ach shit! Wenn du dran bist und drin liegst ist dir das eh alles gerade egal!
    Ich finde es trotzdem interssant warum denn wohl die Ärztedichte in Ballungszentren sehr hoch ist. Letztlich haben die doch gerade mal zwischen 300 und 500 Scheine maximal!
    Währenddessen ein „Landarzt“ durchaus auf 1500 bis zu 3000 Scheine kommt.
    Was in Gottes Namen ist nun „lukrativer“?

    Klinkenputzer

    2. Mai 2010 at 00:48

  5. aber nicht doch – wir auf dem Land, wir werden nieee krank und sind unverwundbar = das liegt an der guten Luft und den vielen grünen Wäldern… aber falls doch mal was ist, fallen wir heimlich-still-und-leise tot um

    P.S.
    …. zum Zahnarzt, Gyn oder Augenarzt – da fahre ich zwischen 40 und 60 km (Landtraße)

    mone

    2. Mai 2010 at 13:57

  6. Stimmt! Wir werden ja garnicht krank 😀

    Klinkenputzer

    3. Mai 2010 at 02:29

  7. @docangel

    Völlig richtig – und Medikamente sind auch ungesund und teuer !

    Das Beste ist: hinlegen und auf Selbstheilung warten.

    Krankenhaushasser

    3. Mai 2010 at 09:19

  8. Ist schon aberwitzig: Da schafft die Politik – aus wahl-taktischen Gründen – ein nicht finanzierbares Überangebot an Medizin, und dann sollen die Versicherten (zum Erhalt des Rechtsfriedens und der Staatsfinanzen) die „Abwrack-Prämie“ solidaritäts-beitragen (ja so viel lassen wir uns die Wahlversprechungen unserer Politiker kosten*) – und zukünftig noch länger auf die Termine warten, bzw noch weitere Strecken fahren!

    Wie wär’s, wenn diese selbstverliebten Brüder (und Schwestern, man will ja nicht chauvenistisch sein) endlich mal ihre unfähigen Finger aus dem System lassen würden? Dann würd’s vielleicht auch funktionieren (das macht einem den CSU-Vorschlag fast schon wieder attraktiv)!

    @ Krankenhaushasser: trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht erstellt hast. Du glaubst gar nicht, wie die dich durch den Kakao ziehen! Wenn du z.B. alle Sterbestatistiken zusammenzählst (Sterblichkeit im Verkehr, im Krankenhaus, im Altersheim , an Herzinfarkt, an Medikamentenvergiftung, an Krebs, an …), dann stirbt Deutschland jedes Jahr 10x aus! Und außerdem: keiner muss zur Medizin kommen, die wollen alle freiwillig!!!!

    * der einzige ehrliche Politiker der letzten 40 Jahre ist Norbert Blüm. Der hat sich – nach seiner politischen Karriere – zu seinem wahren Ich als Clown und Kabarettist bekannt.

    der Landarsch

    3. Mai 2010 at 10:28

  9. @der Landarsch

    Jetzt habe ich mich aber wirklich veralbern lassen ! Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht !

    Wenn man nun noch die toten Männer, Frauen, Kinder, und die toten weiblichen und männlichen und die toten unter 50 und über 50 und die toten Akademiker, Angestellten, Arbeite und Rentner dazuzählt – das geht ja wirklich gar nicht !

    Ich glaube aber nicht, dass irgendjemand freiwillig mit der Medizin zu tun haben will – es sei denn er verdient Geld damit.

    Krankenhaushasser

    3. Mai 2010 at 11:55

  10. Lieber medizynikus,

    ja, die ärztlichen Selbstverwaltungen haben es derzeit nicht leicht. Auch der Spiegel macht sie in seinem Artikel „Lücken im System“ zu den Hauptverantwortlichen des Ärztemangels auf dem Land – oder „in strukturschwachen Gebieten“, wie es heißt. Der deutsche Fachärzteverband reagierte hierauf mit einem 4-seitigen Leserbrief an die Spiegelredaktion: „Die Ursachen, warum nur noch wenig Kollegen als Haus- und wohlgemerkt auch als Fachärzte aufs Land gehen wollen, sind vielschichtig…. Mit „Starthilfen“, „garantierten Mindestumsätzen“, „ein Prozent Umschichtung“, „Zu- und Abschlägen“ oder „Landarztquoten“ usw. wird man das Problem nicht lösen.“ Stattdessen schlägt der DFV als Lösung vor: „den Facharzt aus den Städten im Sinne von „Flying Doctors“ in die Regionen zu bringen, d.h. eine alternierende Präsenz der verschiedenen Facharztgruppen an den wechselnden Wochentagen vor Ort.“

    Die ganze Debatte lässt auf jeden Fall Ratlosigkeit durchblicken – Not macht hier nicht nur erfinderisch, sondern auch kreativ – was dann teilweise zu genannten (gespenstischen) Vorschlägen (Praxisaufkauf, Praktikum auf dem Land…http://doctr.com/blog/lassen-sie-mich-durch-ich-bin-chirurg/) führt. Den Ausdruck vom „Gespenst Ärztemangel“ fanden wir dann auch sehr passend für unsere Auseinandersetzung mit dem Thema „Kassenärztliche Vereinigungen schuld am Ärztemangel?“ …
    Viele Grüße – doctrs

    doctr

    3. Mai 2010 at 11:58

  11. @ krankenhaushasser: doch, die kommen alle freiwillig! die wollen nämlich was: Rezepte, Massagen, Kuren, Krankschreibungen, u.s.w.

    Kleine Anekdote aus meiner Praxis:
    17-jähriger: Ich will Massagen!
    Ich: Warum, tut dir was weh?
    17-jähriger: Nee!
    Ich: Warum dann?
    17-jähriger: Meine Kumpels haben auch schon alle Massagen gekriegt!
    Ich: Was ist denn los, ist da ne neue junge Masseurin?
    17-jähriger: Nee, aber ich hab schon soviel eingezahlt in die Krankenkasse (Anm.: Lehrling im 2. Lehrjahr), jetzt möcht ich endlich mal was rauskriegen!

    der Landarsch

    3. Mai 2010 at 15:40

  12. @der Landarsch

    Viele Medikamente werden nicht mehr bezahlt. Und welche Krankenkasse bezahlt denn noch Massagen und Kuren ? Und welcher Arbeitnehmer kann es sich noch leisten, sich krankschreiben zu lassen ?

    Wenn ich etwas habe, warte ich immer drei Tage, bevor ich etwas unternehme – meistens ist es dann weg. Und wenn nicht, hole ich mir etwas aus der Apotheke.

    Alles wegen meiner Wartezimmer und Krankenhauphobie.

    Aber mit 17 habe ich das auch noch anders gesehen – lang, lang ist’s her.

    Krankenhaushasser

    3. Mai 2010 at 15:55

  13. @Krankenhaushasser: Mit deinen 3 Tagen warten pflegst du aber eine überaus positive (und überaus seltene) Einstellung.
    Gut, mein Fall liegt etwas anders, weil meine Patienten bis 12 ja nix zuzahlen müssen (respektive ihre Eltern), aber 3 Tage warten… im Traum! Es ist auch überhaupt kein Problem, nachts um 3 mit dem bis dato einmal erbrochen habenen Kind in die Notfallambulanz zu kommen. Genauso verhält es sich mit Husten, Schnupfen, Kratzen im Hals (bei definitiv über 12-jährigen). Von meinen Kollegen in der internistischen Notfallambulanz möchte ich gar nicht reden… da werden auch nachts Patienten mit seit 5 Wochen bestehenden Rückenschmerzen zur Abklärung vorstellig.

    Deswegen pro 3 Tagen warten! Aber so läuft es meistens einfach nicht.

    Sternenmond

    3. Mai 2010 at 18:35

  14. @Sternenmond
    Ja, ja bei Husten, Schnupfen und Kratzen im Hals muss man ja auch ganz dringend und eilig Antibiotika nehmen – sonst dauert die Erkältung ja bekanntlich eine ganze Woche anstatt nur 7 Tage. Und Antibiotika-Resistenzen interessieren nicht unbedingt jeden.

    Diese Internetseite irritiert mich etwas – jetzt hat bereits der dritte Mediziner mit mir gesprochen – daran bin ich nicht gewöhnt ! In den letzten drei Jahren habe ich eigentlich nur ausgiebig das Schweigen der Ärzte kennen gelernt.

    Krankenhaushasser

    3. Mai 2010 at 19:53

  15. Ohja, das Schweigen der Ärzte kenne ich auch sehr gut. Bin auch kein wehleidiger Mensch und wegen einer banalen Erkältung bleib ich sicher nicht daheim. Aber mich hat es leider schon manches mal richtig elendig erwischt.
    Mir gibt auch oft zu denken das die Mediziner bei jedem Schnupfen gleich zu Antibiotika greifen. Bei mir hatte das zur Folge das ich mit drei verschiedenen, hochdosierten Antibiotika behandelt werden musste (stationär). Öhm, ich war eh stationär aufgenommen. Aber keines der „normalen“ Antibiotika hat gewirkt.
    Geredet hat mit mir aber keiner – wirklich keiner – der behandelnden Ärzte. *ironie an* Obwohl ich Privatpatient war *ironie aus*

    Klinkenputzer

    3. Mai 2010 at 23:20

  16. @ krankenhaushasser, Du bist begreiflicherweise empört über die Vorgänge, die zum Tod Deiner Mutter geführt haben (wäre ich ebenso, mein herzliches Beileid). Aber nicht die Ärzte haben den Tod Deiner Mutter verschuldet, sondern die Keime (MRSA, Pseudomonas, Clostridium etc.). Und Schuld an den kathastrophalen hygienischen Zuständen liegt nicht in ärztlicher Schlamperei oder Ignoranz, sondern – mal wieder – in der „Sparsamkeit“ des Systems.

    Aber selbst wenn alles medizinisch und hygienisch optimal laufen würde/könnte, dann kann man heute immer noch nicht garantieren, dass es der Patient ohne Schaden überlebt: MRSA ist derzeit nicht behandelbar, die anderen nur mit Mühe! Wir haben gerade mal 100 Jahre wissenschaftliche Medizin hinter uns. Wer (auch unter den Ärzten) so tut, als könnten wir heute schon Alles, der hat einen sehr (auf sein eigenes Ego) beschränkten Horizont (gemeint sind hier die immer wieder gleichen Hygiene-Statistiker)!

    Die Politik schwadroniert noch immer „es gibt keine Rationierung“ und verspricht Wunschträume, doch die Spatzen pfeifen es inzwischen von den Dächern. Und das ist dann die Konsequenz!

    Natürlich trifft die Ärzte (nicht den einzelnen Arzt) immer eine Mitschuld an den Zuständen: sie haben sich ja nicht – erfolgreich – gewehrt! Aber wie soll man sich als einzelner Bürger (oder als inhomogene Berufsgruppe) gegen Gesetze wehren? Und was soll man tun? Wenn ich sage „mit mir nicht“ steht der Patient ohne Arzt da! Damit ist ihm auch nicht geholfen!

    Was das Antibiotika-Unwesen anbelangt, es gibt solche und solche Ärzte: Die einen halten sich (oft gegen den Widerstand der Patienten, bes. der jungen Mütter) zurück und müssen sich später anhören „hätte man gleich…, dann hätte ich/mein Kind nicht so gelitten“ (davon kann ich ein Lied singen). Die anderen gehen auf Nummer sicher, behandeln die aktuell vorliegende Gefahr maximalst und interessieren sich nicht, was danach kommt. Das sind dann (in den Augen der Patienten, denen es nicht schnell und bequem genug gehen kann) meistens noch die „guten Ärzte“.

    Und was das „Kasse zahlt das nicht mehr“ anbelangt: Die Kasse zahlt noch weitgehend alles, natürlich nur da, wo es angezeigt ist. Aber „mein Doktor wird ja wohl wissen, dass ich das brauche, sonst ist er ein schlechter Arzt und ich muss mir einen anderen suchen“. Das ist die Devise der meisten Patienten, die in die Praxis kommen. Wer nicht kommt, der braucht auch nix, bzw. kann sich selbst helfen. Von denen reden wir hier aber nicht!

    @ klinkenputzer: da sagt man besser nichts dazu

    der Landarsch

    4. Mai 2010 at 10:48

  17. @der Landarsch
    Immer diese Kostengründe !
    Wann und wo genau meine Mutter MRSA und Pseudomonas eingefangen hat, werde ich wohl nicht mehr herausfinden.
    Aber richtig umgehauen haben sie die Clostridien, die (dadurch entstandene) Dehydrierung und die Herabsetzung der von der MHH angeordneten Dosis Ergenyl und der daraus resultierende zweite Krampfanfall im Neu Bethesda in H – Kirchrode.
    Was kostet es in einer Abteilung (geriatrische REHA), in der mehrere Clostridium diff. Infektionen bekannt sind, die Windeln ordnungsgemäß im Zimmer und nicht in offenen Papierkörben in Gemeinschaftswaschräumen / -Toiletten zu entsorgen ?
    Und wie viel kostet es, eine Patientin, die bekanntermaßen zu wenig trinkt und –auch bekannter Weise- vorher bereits zwei Mal wegen Dehydrierung im Krhs. gelandet war, während eines mehrtägigen wässrigen Durchfalls einen Tropf zu legen ?
    Und wie groß ist der Kostenunterschied zwischen Ergenyl 300 und Ergenyl 500 ?
    Das hat mit Sparmaßnahmen nichts zu tun – auch nicht mit Ärztemangel.
    Das ist Vertuschungspolitik und Größenwahn.
    Als meine Mutter in die „Kur“ ging, hatte sie keine Pflegestufe – raus kam Sie mit Pflegestufe 3 – das sind Kosten.
    Ich kann in meinen Kommentaren immer nur einen Bruchteil von dem schildern, was mit meiner Mutter passiert ist – und ich habe leider auch nur das gefährliche Internet – Halbwissen.
    Wenn Sie oder irgendjemand anderes hier die ganze Geschichte interessiert, kann er über meine Homepage gern kostenlos die ganze Geschichte auf CD bestellen.
    Zu den Krankenkassen: die bezahlen eigentlich viel zu viel – ich habe gelesen, dass allein in der Region Hannover im letzten Jahr 50 Tonnen Tabletten im Sondermüll gelandet sind – zusätzlich zu denen die im Hausmüll entsorgt oder im Klo runtergespühlt wurden.
    Das ist nun wieder die Schuld der Patienten – oder der mangelnden Aufklärung der Patienten – oder der Packungsgrößen und dem Verbot angebrochene Packungen weiter zu geben.

    Krankenhaushasser

    4. Mai 2010 at 20:30


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