Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Schnauzbart zahlt heute nicht!

with 2 comments

Mr. Schnauzbart ist außer sich.
„Was ist das denn?“
Er wedelt mit einem Stück Papier unter unseren Nasen herum.
Pfleger Marvin tut ihm den Gefallen, das Ding einer näheren Untersuchung zu unterziehen.
„Sieht aus wie ein Strafmandat!“
„Eine Knolle! Wofür kriege ich eine Knolle?“
„Weil Sie auf dem Besucherparkplatz keinen Parkschein sichtbar hinter Ihrer Windschutzscheibe befestigt hatten. Vielleicht ist der Parkschein ja runtergerutscht…“
„Was für ein Parkschein? Ich brauche keinen Parschein!“
„Na, eben doch.“
„Das hier ist ein Krankenhaus. Wenn meine Frau krank ist…“
„…dann brauchen Sie einen Parkschein!“
„Aber es war ein Notfall!“
„Der Besucherparkplatz unseres Krankenhauses…“
„Das ist doch eine Unverschämtheit. Es gibt Sachen, für die zahle ich nie. Für Sex und für Parken…“
„Wenn Sie möchten, nehmen wir diese Aussage gerne zu Protokoll und leiten sie wörtlich an das Landratsamt weiter. Die melden sich dann bei Ihnen!“
Sie könnten natürlich auch einfach gleich die fünf Euro abdrücken.

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Written by medizynicus

23. August 2010 um 06:45

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

2 Antworten

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  1. Dieser Mann lügt. Bei seinem Verhalten ist davon auszugehen, dass er schon öfter für Sex bezahlen musste.

    Kreativarzt

    29. August 2010 at 18:49

  2. Na ja. An sich bin ich der Ansicht, Parkscheinautomaten auf dem Besucherparkplatz sind abzocke. Die Leute kommen ja nicht aus Spaß daher, und seltenst sind die Krankenhäuser noch mitten in der Stadt, direkt neben Spaßbad und Erlebniskino. Zumal die Parkplätze meist auf Steuerzahlerkosten gebaut worden sind, die Bewirtschaftung aber in den Säckel der Krankenhaus-GmbH geht.

    Eine Parkscheibe wäre allerdings manchmal angebracht – dann würden auf dem hiesigen Besucherparkplatz immerhin die Besucher auch mal die Parkplätze nutzen können, wo ab viertel vor sechs in der Frühe alles belegt ist. Die Belegschaftsparkplätze sind schrankenbewehrt, allerdings geschätzte 90 Sekunden weiter vom Gebäude weg… und stehen halbleer, während die Besucher rundumfahren, bis endlich mal einer wegfährt.

    Wolfram

    3. September 2010 at 10:30


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