Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Medizynicus gegen Firma Sowienoch (Teil eins einer unendlichen Geschichte)

with 5 comments

Liebe Firma Sowienoch,
hiermit bestelle ich bei Ihnen dreieinhalb Kilo medizinische Fachbücher Güteklasse A.
Dabei verweise ich auf meine Order, die ich unter Verwendung des vorgeschriebenen Formulars auf Ihrer Webseite unter der Referenz XYZ6798687khkbbatea aufgegeben habe, wollte mich aber einfach nochmal bei Ihnen melden.
Schicken Sie die Bücher bitte an das Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen, entweder gleich nach oben auf Station zwo oder bitten Sie den Pförtner, es in mein Postfach zu legen oder mich unter der Nummer 1234 anzupiepsen.
Alles klar?
Viele Grüße,
Euer Medizynicus

Und die Antwort kommt postwendend:

Sehr geehrter Herr Dr. Medizynicus,
schön, dass Sie sich nochmal melden. Leider können wir aus Sicherheitsgründen nicht an Hotels, Krankenhäuser, Gefängnisse oder Kurorte liefern. Wir bitten Sie daher, uns eine andere Adresse zu nennen. Die Rechnung können Sie vorab schon unter der Referenz auf unser unten angegebenes Konto überweisen.
Mit freundlichen Grüßen,
Firma Sowienoch

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Written by medizynicus

4. Dezember 2010 um 05:32

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

5 Antworten

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  1. Aus Sicherheitsgründen? Hmm? Wird bei einer offiziellen Lieferadresse der Inhalt des Pakets automatisch in eine Bombe umgewandelt?

    Blogolade

    4. Dezember 2010 at 09:16

  2. Den Kontext verstehe ich nicht…(?)

    Müssen die Bücher an das Kreiskrankenhaus gehen, um sie irgendwie abrechnen zu können, denn ansonsten wäre es ja auch möglich sie an die ‚Privatadresse‘ zu schicken…

    Zwar umständlich, aber kein Weltuntergang…

    Das mit dem Kurort verstehe ich nicht..Was machen Menschen, die privat in einem Kurort leben?

    blogwesen

    4. Dezember 2010 at 09:54

  3. @blogwesen: es geht schlicht und einfach darum, dass ich mir die Bücher ans Krankenhaus liefern lassen möchte, weil ich da nun einmal tagsüber meistens bin. Und wenn ich wirklich mal nicht dasein sollte, gibt es einen Pförtner, der das Paket in Empfang nehmen kann. Würde ich sie an meine Wohnadresse liefern lassen, dann hätte ich mit Sicherheit eine Karte im Briefkasten und darf zusehen, wie ich irgendwann einmal Zeit finde,um vor achtzehn Uhr zu irgendeiner Abhohlstelle zu gelangen.
    Und was das mit dem Kurort ist, habe ich auch nicht kapiert. Wahrscheinlich meinen sie Kurkliniken oder Reha-Kliniken oder so.

    medizynicus

    4. Dezember 2010 at 11:55

  4. Die Cliffhanger kommen irgendwie in Mode 😉

    drkall

    4. Dezember 2010 at 13:28

  5. Daß sie für die Lieferung solch teurer Bücher gern eine ladungsfähige Adresse haben wollen, liegt eigentlich auf der Hand. Da ja nun aber recht eindeutig zu ersehen ist, daß du da nicht Patient bist, sondern angestellt, ist die Anwendung dieser Klausel hier nicht so recht verständlich.

    Wolfram

    4. Dezember 2010 at 18:12


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