Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Am Offenen Herzen und über den Wolken: Wir Ärzte sind einfach toll!

with 6 comments

Nein, jetzt ist endlich Schluß mit der Jammerei! Nach all den negativen Nachrichten der letzten Wochen und Monate

  • Von einer Fliegenden Ärztin berichtet Merian Online. Nein, nicht in der Wildnis Australiens sondern als Heldin im Ambulanz-Jet und im Krankenabteil von Linienfliegern (ja, sowas gibts!) unterwegs um verunglückte Urlauber und andere schwerkranke Menschen wieder in die Heimat zu holen. Ein Traumjob? Für Kollegen, die so etwas mögen und keine Angst vorm Fliegen haben vielleicht.
  • Spiegel schreibt über eine jung-dynamische Kollegin, die in ihrem ersten Job ganz selbstverständlich am offenen Herzen operieren darf… okay, Haken halten beim Professor, aber immerhin. Eine prächtige Zukunft steht ihr bevor, sofern es ihr gelingt, irgendwann üblichen Slalom zwischen Beruf und Familie zu meistern. Ach ja, und natürlich fehlt am Ende des Artikels auch hier nicht die Bemerkung, dass in der Mecklemburg-Vorpommernschen Provinz irgendwann demnächst ungefähr so viele Ärzte fehlen werden, wie heute schon in Starnberg zuviel sind. Oder so ähnlich. Aber das Thema Ärztemangel hatten wir ja letztens erst…
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Written by medizynicus

23. Januar 2011 um 05:42

Veröffentlicht in Gehört und gelesen

6 Antworten

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  1. den Artikel im Spiegel habe ich auch gelesen und mich TIERISCH darüber aufgeregt. Also, unsere jungen Kollegen der Herzchirurgie sehe ich in den ersten Jahren eigentlich nie im OP. Und wenn, dann ist Haken (und Klappe) halten ist ja auch eine besonders wichtige ärztliche Aufgabe.

    anna

    23. Januar 2011 at 09:26

  2. Den Artikel habe ich auch gelesen und den entsprechenden Fernsehbeitrag gesehen, sollte es inzwischen auch als Stream beim entsprechenden Sender geben. Sind alle jungen Ärztinnen so verbissen und überehrgeizigst? Schlimm fand ich das. Der Sympathisant war in dem Falle eindeutig der Landarzt.

    WaPi

    23. Januar 2011 at 10:03

  3. WaPi, du sprichst mir aus dem Herzen! Ich fand den TV-Beitrag ganz schlimm.
    Aber wie es eben ist: die Macht der Medien: Stimmungsmache pur,- gefärbt frei nach politischer Couleur! Wehe dem, der kritiklos konsumiert…und die Realität nicht wahrnimmt.

    Petra

    23. Januar 2011 at 13:12

  4. Meine Güte. Ich gehe mal schwer davon aus, dass NICHT alle fertig gewordenen Ärztinnen so arrogant sind.
    Was mich übrigens auch noch gestört hat: Offene Haare und Riesenohrringe. Find ich im Krankenhaus aus hygienischer Sicht „suboptimal“.

    Evelyn

    23. Januar 2011 at 16:07

  5. Ich fand sie recht sympathisch – es wurde deutlich, dass sie einerseits sehr ambitioniert ist, andererseits aber auch substantielle Sorge hinsichtlich Vereinbarkekit von Familie und Beruf hat. Über die offenen Haare und den auffälligen Schmuck habe ich mich allerdings auch gewundert…

    Nina

    24. Januar 2011 at 21:19

  6. Ich hab ja nun nicht Medizin studiert (ich schaffe nur die Fehler der Mediziner unter die Erde… :D), aber wenn, dann hätte ich mich zur Allgemeinmedizin gewandt. Ist für mich das einzig wahre in der Medizin – andere mögen das natürlich anders sehen, und es ist auch gut und wichtig, daß man als Landarzt zum Spezialisten weiterverweisen kann, wenn man an seine Grenzen gerät. Manchmal auch vorher. Aber für mich wäre es das und nur das.
    Dann kennt man auch den Bauern, von dem man seinen Mercedes kauft… *duck*

    Wolfram

    30. Januar 2011 at 14:03


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