Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Ich will einen Tricorder!

with 5 comments

Im Krankenhaus hat man mit kranken Menschen zu tun. Jeder, der irgendwann einmal mit so einer Einrichtung zu tun gehabt hat weiß: das Problem an der Sache ist, dass es so viele verschiedene Krankheiten gibt.
Jeder Patient hat etwas Anderes.
Wirklich, fast jeder, und dann… ja, dann müssen wir uns meistens eine Menge Arbeit machen, mit Untersuchen, Blut abzapfen, Röntgen und so weiter.
Wäre es nicht viel einfacher, wenn es da so ein kleines Maschinchen gäbe, welches man mal eben schnell über den Patienten hält und dann… wusch… pieps… sagt einem das Maschinchen, was Sache ist?
Nie mehr an schweißriechenden, blutverschmierten, nach Urin und Exkrementen duftenden Körpern herumfingern müssen?
Nicht nur wir Ärzte und Pflegepersonal, auch die Patienten wären glücklich und zufrieden… auf den ganzen Erde, ach was sage ich, im ganzen Univesum… äh… stopp… momentmal… habe ich da Universum gesagt? Also Weltall?
War da nicht mal was? Dieser legendäre Tricorder bei Star Treck?
Ja, richtig! Wer sowas erfindet, der kann sich beim legendären X-Prce-Wettbewerb 10 Millionen Dollar verdienen (SpOn berichtet).
Ganz so abwegig ist die Sache heutzutage gar nicht mehr. Wer hätte schließlich vor fünfzig Jahren an die Möglichkeit von CT oder MRT-Untersuchungen gedacht oder daran, dass es Ultraschallgeräte für die Kitteltasche gibt, die in nicht allzu ferner Zukunft möglicherweise tatsächlich zum Alltagsstandard gehören könnten?

P.s.: Beim X-Price gibt’s noch viel mehr zu gewinnen. Zwanzig Millionen zum Beispiel für denjenigen, der bis Ende nächsten Jahres noch mal schnell zum Mond fliegt!

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Written by medizynicus

15. Mai 2011 um 14:12

5 Antworten

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  1. Tricorder ist nicht schlecht. Irgendwann soll ja auch die Pflege von Robotern übernommen werden…. Nichts für Ungut, aber es wird dann halt nicht mehr so viel Menscheln. Das ist nichts für ohnehin schon einsame, kranke und alte Menschen.

    MSchnettel

    15. Mai 2011 at 21:12

  2. Also…, wenn schon, denn schon. Holo-Doc PLUS Tricorder. So ein Hologramm ist hart im Nehmen, braucht keinen Schlaf und ist obendrein in Nullkommanix zur Stelle. Vorbei die Zeit des Wartens in überfüllten Wartezimmern, keine übermüdeten (weil seit 24 Stunden mehr oder minder nonstop Dienst tuend) Ärzte mehr und obendrein dürfte das Programmieren so eines Medizinmannes incl. Updaten auf neueste Diagnose- und Therapiemethoden deutlich kostengünstiger sein als ein Medizinstudium…

    Trotzdem – irgendwie ist mir mein „altmodischer“ Hausarzt (denn ich gottlob seeehr selten brauche) doch lieber!

    Sanna

    16. Mai 2011 at 06:29

  3. Schön, daß Du das „Maschinchen“ noch selber über den Patienten halten willst. Ein Roboter könnte das sicherlich kostengünstiger übernehmen.

    Abbo T.Karin

    16. Mai 2011 at 08:46

  4. Passenderweise spielte Robert Picardo, DER DOKTOR (das Medizinisch-Holografische Notfallprogramm), eine Gastrolle in der zweiten Staffel von ER – Emergency Room, er war der Notar, der Oberschwester Hathaway den Hauskaufvertrag bringt und einen Herzanfall erleidet.

    Murgs

    16. Mai 2011 at 22:18

  5. Manchmal frage ich mich welche Medizintechnik aus den „Star“-Universen mir lieber wäre.
    Auf der einen Seite Hautregenatoren, Tricorder und Transpoterchirurgie und auf der anderen die Flüssigkeit Bacta mit der man sogar durchtrenntes Rückenmark wieder hinbekommt. Von den Techniken der Macht will ich gar nicht erst anfangen.

    sueder80

    19. Mai 2011 at 00:19


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