Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Archive for Juni 2011

Rationierung in der Medizin: Das böse R-Wort – oder: was bringt was?

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Jetzt also auch die Krebs-Ärzte!
Wer in den letzten Monaten die Nachrichten aus dem Gesundheitswesen in der Presselandschaft verfolgt, dem fällt auf, dass dort vermehrt ein böses Wort sein Unwesen treibt: Das unaussprechliche R-Wort. R wie Rationalisierung. Darf man sich bei der Behandlung eines Menschen von Gedanken an den schöden Mammon beeinflussen lassen?
Eine Online-Umfrage unter den Mitgliedern der deutschen Gesellschaft für Onkolologie zeigte: Viele von ihnen verzichten ab und zu auf eine Behandlung, wenn es zu teuer ist. Ein Skandal also?

19 Prozent (der Befragten) unterließen nach eigener Einschätzung aber sogar dann aus Kostengründen eine Maßnahme, wenn sie nach Studienlage einen erheblichen Zusatznutzen gehabt hätte und zugelassen ist.

Und flugs äußert man Sorge und Betroffenheit.
Warum?
Überall in der Wirtschaft gilt der Grundsatz: vor jeder Investition werden Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen.
Nur in der Medizin ist das anders. Hier geht es schließlich um Menschenleben und der Wert eines jeden Menschenlebens ist unbezahlbar, also muss man alles tun, was man kann.
Alles. Ohne Rücksicht auf Verluste. Das war jahrelang das ungeschriebene Dogma der deutschen Medizinökonomie.
Therapien für Patienten mit fortgeschrittenen Tumorleiden sind oft sehr teuer. Der Nutzen ist begrenzt. Knallhart formuliert: Ein Patient wird sterben. Früher oder später. Mit der Behandlung läßt sich der Krankheitsverlauf höchstens für eine begrenzte Zeit aufschieben, wobei die begrenzte Zeit ein paar Jahre, aber auch nur Monate, Wochen oder Tage sein kann. Im besten Fall gewinnt der Patient noch ein paar schöne Jahre, im schlimmsten Fall zögert man das Leiden nur noch ein paar sinnlose Wochen lang hinaus. Was davon eintreffen wird, das können selbst erfahrene Ärzte vorher nur sehr grob einschätzen.
Andererseits sind zum Beispiel Chemotherapien nicht nur teuer, sondern sie haben auch erhebliche Nebenwirkungen und sind für den Patienten mehr als unangenehm.
Selbst wenn der Nutzen – gemessen in gewonnen potentiellen Monaten Lebenszeit bei akzeptabler Lebensqalität – eindeutig in Studien nachgewiesen ist muss man jedem Patienten auch das Recht zugestehen, sich dagegen zu entscheiden.
Selbst wenn er dabei Geld spart und sozialverträglich früher ablebt.

Written by medizynicus

16. Juni 2011 at 07:37

Balthasar und die Kunst des Heilens…

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Balthasar und die Kunst des Heilens


Arzt zu sein ist nicht schwer – vor allem dann, wenn man gar keiner ist.

Für Geld tut Balthasar Stroop fast alles. In einer kleinen Provinzklinik behandelt er kranke Menschen. Dass ihm dazu jegliche Qualifikation fehlt, stört ihn nicht. Der Rubel rollt noch viel besser, als Balthasar beginnt, neue Wege zu gehen. Wege, die allerdings hin und wieder mit der einen oder anderen Leiche gepflastert sind. Gemeinsam mit dem durchgeknallten Althippie Shanty und dem abgebrühten Pfarrer Gotthilf Katzer macht Balthasar sich daran, im eins so beschaulichen Niederlümmelbach den Begriff der Heilkunst völlig neu zu definieren.

Anna und Medizynicus
Balthasar und die Kunst des Heilens
Verlag Books on Demand Norderstedt
ISBN 9783842364103, 208 Seiten, EUR 11,95


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Bei Libri und Amazon wird in den nächsten Tagen noch eine andere Version des Covers zu sehen sein. Wenn Ihr das Buch bestellt, bekommt Ihr jedoch ein Buch mit dem Cover, wie es oben zu sehen ist.

Written by medizynicus

14. Juni 2011 at 21:27

Besuch (Teil 2)

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Anna nippt an ihrem Yogi-Tee.
„So war das also!“ beschließe ich meinen Bericht über die Ereignisse von heute früh.
„Also ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, sondern auch seine windigen Geschäftspartner!“ sagt Anna.
„Tja, aber die haben ihn offenbar nicht erwischt. Nach unserem Treffen auf dem Flur hat es keine bis Minuten gedauert, bis er unser gastliches Haus mit fliegenden Fahnen verlassen hat…“
„Aber weit ist er ja nicht gekommen,“ grinst Anna, „mich würde nur interessieren wie es jetzt weiter geht…“
Der Streifenwagen hat inzwischen den Marktplatz verlassen. Ohne Blaulicht.
„In dem Bioladen haben sie auch eine Esoterik-Ecke,“ sage ich, „da verkaufen sie auch prima Kristallkugeln. Ich würde vorschlagen, wir nehmen eine und dann…“
Anna stößt mich unsanft in die Seite.
„Na dann sagen wir’s ihnen halt doch!“ meine ich.
Anna seufzt.
„…jetzt, wo es die meisten Leute doch eh schon wissen, bei all diesen Andeutungen…“ füge ich hinzu.
„Aber erst heute Abend!“
„Schon Okay.“
Später begleite ich Anna dann zurück zum Bahnhof. Und der verführerische Duft von der Döner Bude erinnert mich daran, dass ich jetzt unbedingt etwas richtiges zu essen brauche, etwas für Männer. Und dazu ein gut gekühltes Bier. Warum müssen Frauen bloß immer so kompliziert sein?

Written by medizynicus

14. Juni 2011 at 12:14

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Wolga Inkasso (Teil 2)

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Balthasar huscht eilig an mir vorbei.
„Morgen, Doc!“ sagt er und deutet mit zwei Fingern an der rechten Schläfe einen kurzen Gruß an.
„Wohin des Weges?“ frage ich, aber es ist wohl eine rhetorische Frage. Natürlich wieder zu einer streng geschäftlichen Konferenz auf dem Raucherbalkon, die erheblich wichtiger ist als die Anwesenheit seiner Person im Krankenzimmer während der Visite. Und da man bei rhetorischen Fragen eh nicht mit einer Antwort zu rechnen braucht, ist er eine Sekunde später auch schon zwei Schritte weiter ohne sich noch einmal umgedreht zu haben. Ich habe es längst aufgegeben, mich über diesen Kerl zu ärgern. Dabei juckt es mich in den Fingern, ihn auch mal ein kleines bißchen zu piesacken… die Sache mit der Darmspiegelung hat nämlich nicht geklappt, aber das ist ein anderes Thema.
„Haben die beiden Typen Dich eigentlich noch erreicht?“ frage ich eine Spur zu laut.
Jetzt dreht er sich um.
„Was für Typen?“
„Zwei so Typen halt… beide ziemlich groß, schwarze Lederjacken, der eine mit Glatze und Dschinghis-Khan-Bärtchen, der Andere…“
„Haben sie gesagt, was sie wollen?“
Balthasar kommt einen Schritt auf mich zu.
„Nee, sie sagten nur es sei geschäftlich und ziemlich wichtig!“
Balthasar runzelt die Stirn. Habe ich ihm da jetzt einen lukrativen Deal vermiest? Ach, das täte mir aber leid!
„Ich habe sie natürlich nicht zu Dir gelassen,“ füge ich überflüssigerweise hinzu, „aus rein medizinischen Gründen natürlich!“
Balthasar schaut mich scharf an.
„Wie sahen die Typen genau aus? Hatte der zweite zufällig ein Spinnweben-Tatoo auf dem linken Unterarm?“
„Jetzt, wo Du es sagst!“ ich nicke zustimmend.
„Und sie haben nicht gesagt….“
„Sie haben eine Visitenkarte dagelassen!“
Ich hole das inzwischen ziemlich zerknitterte Ding aus der Kitteltasche.
„Wolga Inkasso“ steht auf der Vorderseite und darunter: „Wir lösen jedes Problem! Sie brauchen nicht russisch zu sprechen um uns zu verstehen.“
Balthasar stutzt, dann strahlt er mich an und haut mir seine rechte Pranke auf die Schulter.
„Benno, Du hast mir das Leben gerettet!“
Ich weiche zurück.
„Äh… warum?“
„Seit drei Wochen sind diese Kerle hinter mir her!“ sagt Balthasar, „Wenn Du nicht gewesen wärst, hätten sie mich jetzt erwischt!“
So ein Mist aber auch! Das Spektakel hätte ich mir nur zu gerne angeschaut.
„Aber immerhin wissen sie jetzt, wo Du steckst!“ sage ich.
Balthasar nickt aufgeregt mit dem Kopf.
„Allerdings,“ sagt er, „Allerdings!“
Und dann verschwindet er schnell in die andere Richtung.

Written by medizynicus

14. Juni 2011 at 05:12

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Besuch

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Die Tür zum Arztzimmer wird aufgerissen. Jenny streckt ihren Kopf hindurch.
„Du, da is ’ne Frau für Dich!“ sagt sie in leicht säuerlichem Ton.
Ich lege das Diktiergerät weg.
„Hä?“
„So ’ne Frau. Sie behauptet, Ihr seid verabredet!“
„Hat diese Frau einen Namen?!“
„Sie hat gesagt, sie hieße Anna und…“
Ich springe auf.
„Warum hast Du das nicht gleich gesagt?“
Beleidigt zieht Jenny sich wieder zurück.
Anna wartet im Schwesternzimmer. Außerdem wartet da noch ein Zettel mit einer langen Liste von Patienten, die noch unbedingt eine neue Braunüle oder sonst etwas benötigen. Und zwei Blutkonserven liegen da auch noch.
„Willst Du das Blut noch schnell anhängen?“ fragt Anna.
Ich schaue auf die Uhr und schüttele den Kopf. Nach siebzehn Uhr ist das die Aufgabe des Diensthabenden, im heutigen Fall also von Martin Bückling und der soll ruhig einmal etwas tun für sein Geld.
„Wo gehen wir hin?“ frage ich Anna.
„Na, dahin wo es Yogi-Tee und veganisches Gebäck gibt!“ sagt sie.
Hier gibt’s nur abgestandene Krankenhauskaffeeplörre und sowas rührt Anna nicht an. Gehen wir also zu Gepetto! Inständig hoffe ich, dass der so ausgefallene Öko-Sachen im Angebot hat.
Aber der schüttelt nur den Kopf.
„Was isse Yogi Tee? Warum nicht dreifachen Espresso wie immer?“
Ich murmele eine Entschuldigung und schiebe Anna weiter zum Bioladen nebenan. Der hat ein paar Tische und Stühle draußen stehen, und O-Wunder, es gibt tatsächlich Yogi-Tee, aber leider keinen richtigen Espresso und schon gar keinen Dreifachen.
„Also, was macht unser Projekt?“ fragt Anna.
Ich stochere in meinem veganischen Kuchen herum. Vom Dönerstand duftet es verführerisch und ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen.
„Wir sollten es ihnen erzählen!“ sage ich.
Anna lächelt und trinkt einen Schluck Tee.
„Warte noch ein wenig…“ sagt sie, „morgen vielleicht….“

Written by medizynicus

13. Juni 2011 at 18:28

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zwei ehrenwerte Herren

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Die beiden Herren sind groß und breitschultrig gebaut. Sie kommen schnurstracks zum Schwesternstützpunkt und bauen sich vor Gaby auf.
„Wir suchen Balthasar!“ sagt der eine mit osteuropäischem Akzent und ohne überflüssige Höflichkeitsformel.
Gaby schaut unsicher zu ihnen auf.
„Darf ich fragen…“
„Balthasar Stroop!“ wiederholt der Andere, „den suchen wir!“
„Darf ich trotzdem fragen, wer Sie sind?“ mische ich mich jetzt ein.
Könnte ja sein, dass es sich bei den beiden Herren um Vertreter der staatlichen Exekutive handelt, wundern würde mich das nicht.
Der eine von den beiden lächelt dünn.
„Ist privat!“ sagt er.
Oder vielleicht doch eher geschäftlich? Also im Sinne dieser internationalen Businesspläne, von denen mir da letztens berichtet wurde? Und wenn ich diese Herren da so vor mir sehe, dann scheinen sie mir mehr Ähnlichkeit mit moldawischen Autoschiebern zu haben als mit verdeckten Polizeiermittlern. Die Beiden schauen mich mit Mafiakillerblick an.
„Wo ist er?“ fragt der eine.
Nix da! Auf meiner Station werden keine Verbrechen organisiert!
Gaby blickt auf die Patientenliste.
„Der liegt auf Zimmer…“
Ich räuspere mich.
„Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht dürfen wir Ihnen leider keinerlei Auskünfte geben!“
Die beiden schauen mich böse an.
„Aber unten an der Pforte hat man gesagt…“
„Herr Stroop kann derezit leider aus medizinischen Gründen keinen Besuch empfangen!“ sage ich schnell.
Der eine von den Beiden langt in seine Jackentasche und fischt eine Visitenkarte hervor.
„Geben Sie ihm die!“ sagt er, „und richten Sie ihm aus, dass wir da gewesen sind!“
Sie drehen sich um und verschwinden grußlos im Treppenhaus.
Die Visitenkarte führe ich unverzüglich dem Altpapierrecycling zu. „Wolga Inkasso“ steht darauf.

Written by medizynicus

12. Juni 2011 at 15:21

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kleines Bilderrätsel, Teil 4

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Written by medizynicus

12. Juni 2011 at 09:30

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Import-Export

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Balthasar kommt langsam vom Raucherbalkon her den Gang entlang geschlurft. Er wirkt nachdenklich.
„Na, wie laufen die Geschäfte?“ frage ich und deute mit dem Kopf in Richtung der kettenrauchenden Chromsky-Sippschaft.
„Hmmm,“ meint Bathasar.
„Ist der Zigarettendeal in trockenen Tüchern?“ insistiere ich. Nicht, dass es mich wirklich interessieren würde.
„Es gibt ein neues Geschäftsmodell!“ berichtet Balthasar.
„Aha? Import-Export, nehme ich an?“
„Das neue Konzept geht eher in Richtung Export…“
„Was wollt Ihr denn exportieren?“
Balthasar räuspert sich.
„Also, der Wanja und seine Cousins im Moldawien…“
Balthasar schaut sich vorsichtig um, „…die kennen da unten ein paar Jungs, die eine Menge Kohle haben. Junge Typen, die schnell reich geworden sind…“
Aha, wahrscheinlich nicht nur mit Zigarettendeals zum Beispiel, denke ich mir aber ich sage mal besser nichts.
„…und was wollen junge Typen mit Kohle?“
Ich zucke mit den Schultern.
„…die wollen natürlich Frauen aufreißen. Dazu müssen sie den großen Macker markieren. Und das geht am besten mit dicken Autos. So Karren mit nem Stern vorne drauf, oder mit weißblauen Rauten…“
Ich verstehe.
„Du willst also Autos exportieren!“
Balthasar schüttelt den Kopf.
„Nee, ich besorge die nur…“
„Du besorgst Autos?“
„Also, ich identifiziere sie halt… ich mache sie ausfindig… Du verstehst?“
Nicht ganz.
„Ich schau mich halt um… in den besseren Wohnvierteln… vor den teuren Hotels… am Golfplatz…“
Äh… sag mir, dass das nicht wahr ist, woran ich jetzt denke!
„Und dann?“ frage ich.
„Dann kommt der Wanja ins Spiel und seine Cousins…“
„…und die klauen die Autos und schicken sie nach Moldawien!“ vollende ich den Satz. Balthasar wird rot.
„Nein, nein,“ sagt er schnell, „natürlich sag ich den Leuten, dass sie die Autos nicht einfach so klauen dürfen! Es geht nur darum, einen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer herzustellen, verstehst Du?“
Nicht unbedingt. Oder doch?
„Tu mir trotzdem einen Gefallen,“ sage ich, „und verrate dem Wanja bitte nicht, wo ich mein Auto geparkt habe, ja?“
Balthasar grinst.
„Keine Angst, für Deine Karre interessieren die sich nicht!“ sagt er und verschwindet schnell in seinem Zimmer.

Written by medizynicus

11. Juni 2011 at 16:16

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Wolga Inkasso

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„’n Abend, Doc!“
Balthasar grinst dreckig, als er mir auf dem Flur entgegenkommt.
Ich schaue auf die Uhr und schüttele den Kopf.
„Wo kommst Du denn her?“
„Vom Balkon!“
Nachts um halb zwölf? Um diese Uhrzeit treiben sich normalerweise nur die allerärgsten Suchtbolzen draußen herum: die kettenrauchende Verwandschaft von Herrn Chromsky zum Beispiel.
„Ich wusste gar nicht, dass Du rauchst!“
„Nee, ich war geschäftlich unterwegs!“
Balthasar bemüht sich um einen seriösen Gesichtsausdruck.
„Aha?“
„Ja, ein Termin mit einem vielversprechenden geschäftlichen Kontakt…“
Ich schiele in Richtung Balkon.
„Aber doch nicht etwa mit der Mischpoke von Chromsky?“
Balthasar nickt.
„Der Wanja, der hat einen Cousin, der fährt öfters nach Moldawien und kennt da wen…“
„Und?“
„…der kommt billig an Zigaretten. Wenn man die hier auf den Markt bringt…“
Ich runzele die Stirn.
„Du redest doch nicht etwa von Schmuggelware?“
Balthasar schüttelt vehement den Kopf.
„Nee, ich habe mit der Ware nichts zu tun. Bei mir wird man nie etwas finden. Mir geht es nur um die Kontakte…“
„Aha, Kontakte also…“
„Ja, weißt Du, eine Hand wäscht die andere. Der Wanja hat nämlich noch einen Cousin, und der hat ein Unternehmen, dem könnte ich Kunden vermitteln…“
Das klingt ja immer abenteuerlicher!
„Was für ein Unternehmen denn?“ bohre ich nach.
Balthasar grinst.
„Nennt sich Wolga-Inkasso!“ sagt er und dann fügt er, noch breiter grinsend hinzu: „Die haben einen genialen Werbespruch!“
„Und der lautet?“
Wir stehen vor Balthasars Zimmer. Er hält einen Moment inne und schaut mich an. Er räuspert sich und dann deklamiert er feierlich: „Unsere Kunden brauchen nicht russisch zu sprechen um zu verstehen, was wir wollen!
Sagt’s und verschwindet hinter seiner Tür.

Written by medizynicus

10. Juni 2011 at 23:34

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kleines Bilderrätsel, Teil 3

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Ihr seid schlau, Leute, fast schon zu schlau!
Trotzdem hier die Fortsetzung des Rätsels, die Auflösung erfolgt nach den Feiertagen.
fast schon da!
…und morgen gibt’s noch einen Hinweis.

Written by medizynicus

10. Juni 2011 at 19:06

Veröffentlicht in Das Buch