Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Kein Mensch kennt Notruf 112? – Wirklich nicht?

with 34 comments

Okay, Leute, ist ’ne dumme Frage, ich weiß, aber…. aber… warum nicht?
Also, Leute, jetzt stellt Euch mal vor: Ihr seid irgendwo da draußen, beim Gassigehen mit Hundi oder beim Joggen oder einfach nur beim ganz normalen Sonntagsspaziergang, oder auch auf dem Weg zur Kirche, soll es ja auch noch geben, und dann… dann klappt da vor Euren Augen ein Mensch zusammen. Was macht man?
Ist schon klar. Erste-Hilfe-Kurs… ABC der Rettung und so weiter… Atmung und gegebenenfalls Puls kontrollieren (obwohl Letzteres ja schon wieder out ist, werden die Schlaumeier unter Euch sagen) und dann… ja, richtig, Hilfe holen! Zum Glück habt Ihr Euer Handy dabei! Richtig! Und was wählt Ihr?
Den Notruf!
Und wie geht der?
Ähem… ja… tja… wie war das noch?
Richtig! Die 112 natürlich, das ist in ganz Europa und die einheitliche Notrufnummer. Habt Ihr gewusst?
Dann seid Ihr besser als 80 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung, wie das Deutsche Ärzteblatt kürzlich herausfand. Kaum zu glauben, aber wahr!
Woran liegt das?
Die Hundertzwölf ist in Deutschland traditionellerweise die Nummer der Feuerwehr. Ganz früher mal waren die wohl auch so irgendwie für medizinische Notfälle zuständig, aber irgendwie doch wieder nicht. Rettungsdienste haben stattdessen versucht, die 19222 als medizinische Notrufnummer aufzubauen, aber die Nummer is erstens nicht bundesweit einheitlich, zweitens nicht gebührenfrei und drittens muss man die örtliche Vorwahl wählen, die man nicht notwendigerweise immer zur Hand hat, wenn man mit Handy am Straßenrand steht (Früher, in der guten alten Zeit, als es noch keine Handys gab, war das vielleicht anders…). Deshalb wurde die 19222 als Notrufnummer höchstoffiziell abgeschafft, aber aufgrund verschiedenster Animositäten spielen nicht alle Rettungsorganisationen mit und einige wollen an der 19222 festhalten. Warum?
Egal. Muss man nicht verstehen.
Also wenn irgendwo jemand umkippt, dann einfach 112 wählen, Okay?

Written by medizynicus

10. Juli 2011 um 11:28

Veröffentlicht in Gehört und gelesen

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34 Antworten

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  1. Oh, ich hätte gedacht, das ist jedem völlig klar. Als Mopedfahrer kommt sowas vielleicht eher in die Schublade „wichtig“.

    bikibike

    10. Juli 2011 at 11:39

  2. […] berichtet hier, wie unbekannt die Notrufnummer 112 ist. Echt, kennt die wirklich kaum […]

    Notruf 112 « Biki-Blog

    10. Juli 2011 at 11:44

  3. In Deutschland ist ja leider im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Notruf ohne eingelegte SIM-Karte nicht mehr möglich, weil missbräuchliche Spaßanrufe sonst nicht zugeordnet und verfolgt werden können.

    ABER: von den meisten Handys ist der Notruf bei eingelegter SIM-Karte möglich, auch wenn die PIN nicht bekannt ist oder die Karte gesperrt bzw. bei Prepaid-Karten leer ist.

    Wenn also kein eigenes Handy zur Verfügung steht (keins dabei, Akku leer etc.) aber sich am Ort des Geschehens ein (ggf. ausgeschaltetes oder PIN-gesperrtes) Handy findet, sollte es in der Regel möglich sein, auch damit einen Notruf abzusetzen.

    drkall

    10. Juli 2011 at 11:45

  4. So, wie ich den Beitrag im Dt. Ärzteblatt verstehe, bezieht sich die Unkenntnis der 80 % darauf, dass die 112 in GANZ EUROPA gilt, nicht auf den Notruf in Deutschland (allerdings glaube ich, dass wir da auch deutlich unter 100 % bleiben).

    Googlefisch

    10. Juli 2011 at 11:52

  5. Unbekannt ist mir die Nummer nicht, aber wenn man die bei uns (BW/Enzkreis) die 112 wählt, landet man bei der Feuerwehr, welche einen dann erst zur Rettungsleitstelle durchstellen muß. Das verdoppelt natürlich die Wartezeit. Also zumindest hier is noch nix mit integrierter Leitstelle…

    Denis

    10. Juli 2011 at 12:59

  6. Europaweite Verbreitung (auch wenns noch nicht alle wissen) ist ein Grund die 112 zu unterstützen.
    Wer schonmal in der Lage war im Ausland einen Notruf absetzen zu müssen/wollen ist dafür dankbar.

    Blogleserin

    10. Juli 2011 at 14:08

  7. Ok, ich oute mich: bei nem medizinischen Notfall hätte ich die 19222 gewählt. Die 110 nur, wenn ich die Polizei will und die 112 ausschließlich, wenn es brennt.
    Wenn ich unter 19222 niemanden erreicht hätte, wäre es wohl die 110 geworden.

    Und das als Apotheker… 😦

    Das Durcheinander und die Unwissenheit liegt wahrscheinlich im Fakt begründet, dass die Notrufnummer für den Rettungsdienst erst mal die 2222 war, dann zur 19222 wurde und jetzt anscheinend die 112 ist. Das ist nicht gut für die „Compliance“, das dauernd zu ändern.

    Gut, die Nummer zu wissen, wenn mal was passiert. Danke für den Blogeintrag.

    McCloud

    10. Juli 2011 at 14:36

  8. Wusste ich doch, dass ich das noch richtig in Erinnerung habe. Vielleicht sollte man die Info auch den Rettungsleitstellen selbst weitergeben. Die empfehlen nämlich noch die 19222…
    Link: http://www.ils-mittelfranken-sued.brk.de/wichtige-rufnummern

    McCloud

    10. Juli 2011 at 15:00

  9. In meinem Rucksack ist oben ein wasserfestes Schild drin, in dem gängige Notrufnummern drin stehen. Seitdem weiß ich auch, dass die Europaweit gilt. 🙂

    NK

    10. Juli 2011 at 15:08

  10. Glaube nie der Statistik die du nicht selbst gefälscht hast – oder wie war das Sprichwort?

    Mich würde mal interessieren, nach welchen Kriterien die Vertreter der 80% ausgewählt wurden.

    110 Polizei
    112 Notrufzentrale von Feuerwehr und Rettungsdienst, ich weiss es.

    TickleMeNot

    10. Juli 2011 at 15:10

  11. Auch ich bin bis vor kurzem davon ausgegangen, dass die 19222 die richtige Nummer bei Unfällen usw. ist. Beim EH-Kurs wurde ich eines besseren belehrt.

    Was ich aber recht interessant fand: der Ausbilder dort erzählte, dass die meisten Leute (genau Zahlen weiß ich nicht, Quelle kann ich auch nicht angeben) weder 112, 110 noch 19222 anrufen würden, sondern stattdessen den Hausarzt, zumindest bei häuslichen Notfällen. Mal ganz davon abgesehen, dass das unheimlich viel Zeit kostet, wüsste ich diese Nummer sicher nicht auswendig!

    Frau Reiter

    10. Juli 2011 at 15:25

  12. Das ist mir vor ca. 5 Jahren in Bayern passiert:
    Nachbarin, eine ältere Dame, ist in ihrer Wohnung gestürzt. Folge: Platzwunde am Kopf und wer weiß was sonst noch.
    Also: Erstversorgung und Notruf! Als Zugereiste hab ich es mit der 112 probiert: „Nee, da sein Sie bei uns falsch! Wir sind nur die Feuerwehr – helfen können wir hier nicht. Sie müsse die 19222 wählen!“ – Hatte vorher noch NIE was von DIESER Nummer gehört. Bin jetzt echt froh, dass jetzt überall die 112 gilt!
    Hat dan etwas länger gedauertbis Doc und Rettungsdienstmannschaft vor Ort waren – aber der Dame konnte geholfen werden.

    MonsterBiene

    10. Juli 2011 at 17:04

  13. Ich hab das damals im Kindergarten gelernt.. Feuer oder Unfall 112 und polizei 110. da hatten wir sogar themenwochen drueber wo wir dann die polizei angeguckt haben und bei der feuerwehr waren und so.. das ganze dann nochmal in der grundschule und von den eltern…

    Ich

    10. Juli 2011 at 18:21

  14. Genau! Die 112 war früher die Feuerwehr, ist jetzt für alles – außer Polizei, die hat unverändert die 110.
    Ich wußte ja gar nicht, daß es Leute gibt, die das nicht wissen.
    Okay, daß sie für ganz Europa gilt, hätte ich jetzt so auf Anhieb auch nicht parat gehabt.

    Und was passiert, wenn man als Notfall z.B. mit gebrochenem Bein (selbst für Laien deutlich erkennbar)
    im Nachbardorf auf der Straße sitzt?
    Man ruft mit dem Handy die 112 an, kriegt trotz Schmerzen raus, was passiert ist und wo man sich befindet,
    nennt auch noch die nahegelegene Kleinstadt…..

    Und was bekommt man als Antwort? – „In welchem Landkreis sind Sie denn?“

    Hää?? – Kann mir das vllt. jemand erklären?

    tiger

    10. Juli 2011 at 21:36

  15. Von der Unwissenheit einiger Mitbürger kann ich leider auch ein Liedchen singen. Ich habe neben dem Studium einige Jahre in einer Servicezentrale (neudeutsch für Telefonzentrale) von Roten Kreuz gearbeitet. Die Nummer, unter der man uns erreichen konnte, war weißgott keine der Notrufnummern und auch nicht sonderlich leicht zu merken. Trotzdem hatte ich so ziemlich jede zweite Schicht einen verzweifelten Menschen in der Lage, der doch bitte mal ganz dringend einen Krankenwagen haben wollte… Das waren dann überwiegend Menschen, die vor lauter Verzweiflung im Notfall einfach mal das Telefonbuch aufgeschlagen und die Nummer vom Roten Kreuz gesucht haben. (Wir konnten die Anrufer dann allerdings ohne große Umstände zur Leitstelle weiterverbinden).

    Caro

    10. Juli 2011 at 22:44

  16. Was nützt einem die 112, wenn die 112 nicht zuständig sein will? Kollabierende junge Frau, EHEC-Verdacht, mitten in Hannover. 112 gewählt… Nee, Notarzt im Stadtgebiet Hannover mache nur der Kassenärztliche Notruf. Gestutzt, dort angerufen, Warteschleife (!), Frau dran: Nee, Notarzt mache die 112… *kopf->tischkante*

    Philipp

    10. Juli 2011 at 22:54

  17. Na, ist Föderalismus nicht was feines?

    Matthias

    10. Juli 2011 at 23:45

  18. Ich ahbe auch in der Grundschule gelernt (und das ist immerhin auch schon 2 Jahrzehnte her), das 110 die Polizei ist und wenn es sonst irgendwie „brennt“ 112, diese komische 19watweissich50 Nummer sehe ich gerade zum ersten Mal.
    Da frage ich mich allerdings, ob das nicht einfach in Berlin schon immer so war. wir hatten aj schließlich auch eine Mauer drumrum und gar keinen Platz für unheimlich viele verschiedene Notrufdienste.

    die kleine Frau

    11. Juli 2011 at 08:47

  19. Fürs Protokoll. Ich würde mir beim Urlaub trotzdem die lokalen Notrufnummern organisieren. In Österreich ist zwar auch die 112 der europäische Notruf. Man landet damit aber bei der Polizei, die Rettungskette wird dadurch unnötig verlängert bzw die Annahme des Gesprächs geschieht nach polizeilichen Gesichtspunkten. Das kann oft dazu führen, dass dann ein Streifenwagen kommt „um mal nachzusehen“, aber kein Rettungswagen.

    In Österreich:
    Rettungsdienst: 144
    Feuerwehr: 122
    Polizei: 133

    Thamike

    11. Juli 2011 at 09:31

  20. Die 19222 hab ich nie kennengelernt; in NRW war 112 Feuerwehr und Rettungsdienst, 110 Polizei.
    Und hier in Frankreich ist… äh, da muß ich jetzt mal meinen Sohn fragen. Ich glaube, 15 Not- und Bereitschaftsarzt, 18 Feuerwehr und 17 Polizei. Ja, das wird es sein. „appelez le 15“, das ist der Doc. Und auf den roten Autos ist die 18 aufgemalt.

    Wolfram

    11. Juli 2011 at 12:19

  21. Ganz Europa? Da habe ich ja wieder was gelernt, Danke!

    Ich gestehe, ich verwechsele manchmal die 110 und die 112. Aber da ich schon einmal in die Verlegenheit kam, bei einer ausgebüxten Rinderherde auf der Straße eine der beiden Nummern zu wählen und das dann wohl die falsche war, weiß ich, dass die das problemlos durchstellen können. Nachdem die Feuerwehr sich nicht zuständig fühlte, sagte man mir beim Polizeinotruf auch, dass man nicht zuständig sei und ich die Feuerwehr rufen solle 😆

    Blogolade

    11. Juli 2011 at 12:25

  22. Unglaublich, welche Aufregung so ein paar Zeilen in der Mediziner-Bild und das Geschreibsel einzelner RD-Verbände verursacht. Die 112 ist seit Jahren Euronotruf und wird es bleiben. Auch wenn’s einigen Hobbylöschern nicht passt.

    Stefan

    11. Juli 2011 at 18:26

  23. Infos der Europäischen Union: http://ec.europa.eu/112
    112 in den Ländern der EU: http://ec.europa.eu/information_society/activities/112/ms/index_en.htm

    Stefan

    11. Juli 2011 at 18:50

  24. Erstaunlich. Von der 19222 habe ich bis heute noch nie was gehört. Ich habe damals in der Schule (Vor 20 Jahren) die Nummern 110 und 112 gelernt. Ersteres Polizei und zweite für alle anderen Notfälle.
    Und jetzt ganz neu die 115. Wobei ich noch rausfinden muss bei welcher Art Notfall ich da anrufen soll.

    Avarion

    11. Juli 2011 at 19:43

  25. @tiger: Naja, die Frage ist schon recht wichtig. Weil es halt in der heutigen Zeit Leitstellen gibt, die a) für mehrere Landkreise zuständig sind und es b) Städte gibt, mit gleichlautenden Strassennamen…deshalb ist der LK bzw. die Stadt schon wichtig. Zudem landet man mit dem Handy und der 112 bei der „dem Mobilfunkmast nächstgelegenen Leitstelle“, die nicht immer die zuständige Leitstelle der Stadt ist…ich alnde z.B. in Gelsenkirchen mit dem Handy regelmäßig in den Randbezirken in Essen…

    @Philip: Na, da kommt es drauf an, was du genau wolltest….Wolltest du einen Rettungsarzt für einen Notfall, umgangssprachlich Notarzt oder den diensthabenden Hausarzt-Vertreter, umgangsspachrlich eben auch Notarzt….man merkt Chaos pur…

    @Stefan: Natürlich bleibt 112 der Euro-Notruf…nur ärgerlich das so ein paar Verbände sich so querstellen und es behindern…

    gruss
    RDBlog

    rettungsdienstblog

    11. Juli 2011 at 19:53

  26. Ernst gemeinte Frage:
    Seh ich das jetzt richtig? Normalerweise ruft man ab der nördlichen Mainlinie die 112, wenn man den Rettungsdienst haben möchte.
    In Süddeutschland (also BW und BY) sollte man sich aber ernsthaft informieren, ob dafür eher die 19222 und nicht die 112 zuständig ist?

    Also zumindest, wenn man bei einem Herzinfarkt eines Mitmenschen, bei dem es auf die Minute ankommt, sofort die richtige Leitstelle dran haben möchte?

    Ich verweise nochmals auf folgenden Link: http://www.ils-mittelfranken-sued.brk.de/wichtige-rufnummern

    McCloud

    12. Juli 2011 at 00:32

  27. @McCloud: Richtig, prinzipiell wird dir auch in Bayern und so südlichen Gefilden der BRD geholfen unter der 112, wenn man aber die „Richtige“ Hilfe sofort haben will, wählt man 19..blablabla….

    Das alles trotz (!) EU-Richtlinie und alles dergleichen, weil man da unten glaubt, was besseres zu sein….schade!

    P.S. Wie schaffen das überhaupt die USA mit nur einer Nummer?!!!? 911….

    rettungsdienstblog

    12. Juli 2011 at 10:24

  28. @rettungsdienstblog: Generelles Bayern-Bashing bringt einen da aber auch nicht weiter.
    Ich finde es schade, dass sich die Rettungsdienstleitstellen da nicht einig werden und zumindest deutschlandweit eine einheitliche Notrufnummer rausbringen. Welche, ist mir eigentlich egal, aber ich muss sie halt wissen.
    Aber ich hab gerade nachgesehen. Während in Schwabach die 19222 gilt und ich anscheinend mit der 112 bei der Feuewehr falsch bin, gilt im 20 km entfernten Nürnberg wieder die 112 und ich lande mit der 19222 beim Ambulanzdienst. Das ist ein untragbarer Zustand.
    Und, sorry: irgendwas sagt es auch über die Organisation aus.

    McCloud

    12. Juli 2011 at 11:10

  29. ach die alten Herren vom DRK, da geht es doch nur um Teritorium sichern und Eitelkeiten pflegen.

    Ich fände es ja echt stark wenn ich irgendwo in der süddeutschen Provinz die 112 wähle (so unter Reanimation) und mir die Leitstelle erklären würde ich sei falsch, ich müßte die 19 was weiß ich was anrufen, ey gehts noch!!!! Hier in der Großstadt kann man irgendeine Nummer wählen, 110, 112 bzw. 115 und man wird dann entsprechend weitervermittelt.

    übrigens die 115 war in der DDR die „Schnelle Medizinische Hilfe“ also der Krankenwagen 😉

    Sylvia

    12. Juli 2011 at 15:26

  30. @rettungsdienstblog Die Bajuvaren stellen um, nur haben sie damit viel zu spät angefangen. Um vornehmlich Kosten zu sparen, werden alle ILS mit gleicher Soft- und Hardware ausgerüstet. Dabei übersieht man, dass es im Flächenstaat praktisch in jeder Leitstelle unterschiedliche Anforderungen gibt.
    Hier gibt’s nen Plan (Klick auf Standorte): https://www.bayern-ils.de/ILSWebseite/index.php

    Stefan

    12. Juli 2011 at 16:53

  31. @rettungsdienstblog: Ah, danke!
    Das heißt dann aber, die Struktur ist so grobmaschig, daß ich keinerlei Ortskenntnis (mehr) erwarten darf. Die Rückfrage kam schon etwas seltsam rüber, dzumal der Stützpunkt mit den Rettungswagen ja nur wenige 100m entfernt war. Aber gut – Anruf über handy eben…

    Wobei…..würde es einen Unterschied machen, wenn ich vor der 112 die Ortsvorwahl wähle (so ich sie weiß)? Komme ich dann bei der Leitstelle so an, als ob ich den Notruf aus dem entsprechenden Ortsnetz/Festnetz absende?

    tiger

    12. Juli 2011 at 20:44

  32. @tiger: Mit der Grobmaschigkeit kann man es jetzt nicht soo pauschalisieren. Kommt darauf an, wie groß die Leitstelle ist und für was zuständig. Hier in NRW sind z.Bsp. Kreis-Leitstellen die Regel und in einem Landkreis kann man sich schon auskennen, im Norden bzw. auch im Süden ist es so, dass Leitstellen sogar für ganze Regionen, also mehrere Landkreise zuständig sind…da kann man wirklich Pech haben mit der Ortskunde. Davon ab gibt es aber heutzutage genug PC-Hilfen für die nicht vorhandene Ortskunde.

    Nein, auch die Vorwahl nützt dir nicht, da das Mobilfunknetz sie nicht erkennt und dich zur nächsten Leitstelle verbindet…

    Gruss

    rettungsdienstblog

    13. Juli 2011 at 08:31

  33. Hier bei uns (NRW) funktioneren beide Nummern 112 und 19222, und führen auch beide zum selben Arbeitsplatz in der Leitstelle. Allerdings kann dort unterschieden werden, welche der Nummern man angerufen hat; die 112 ist für Notfälle und wird entsprechend vorrangig behandelt, die 19222 ist dafür, wenn man die Leitstelle weniger dringend sprechen möchte (z.B. um eine KTW-Verlegungsfahrt zu bestellen).

    JV

    17. Juli 2011 at 23:39

  34. jetzt muss ich mit etwas Verspätung noch meinen Senf dazu geben 😉

    der Artikel hat nämlich dazu geführt dass ich, als ich vor einer Woche mit kollabiertem Kreislauf im Wohnungsflur lag, meinem Mann noch die Auskunft geben konnte, er möge doch entweder die 19222 anrufen oder 112, ginge in diesem Fall beides.

    fieselchen

    20. Juli 2011 at 15:46


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