Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Archive for März 2012

So’n richtiger Montag…

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….okay, okay, der ist jetzt vorbei. Und inzwischen sitze ich auch wieder bei Gepetto, habe eine Pizza Cosa Nostra verspeist und dazu einen süffigen Rotwein und die Welt ist wieder mein Freund…. wobei das mit der Pizza eher eine Notlösung war, denn als ich endlich die Bad Dingenskirchener Nicht-Krankenhausluft schnuppern konnte, da war der Bäcker schon zu und der Supermarkt… ich glaube, das Thema hatten wir schonmal.
Gepetto hatte jedenfalls noch auf. Und seine Pizza Cosa Nostra ist einfach göttlich. Oder Höllisch. Oder genial. Aber wo waren wir stehen geblieben?
Montag Morgen, acht Uhr früh.
„Guten Morgen, Herr Doktor!“ sagt der Pförtner und „wie schön, dass Sie wieder da sind!“ sagt Schwester Paula dreißig Sekunden später. Und auch die Patienten sind wieder da, oder noch da, wie man’s nimmt, sogar Herr Potznorski, dessen Krankengeschichte so kompliziert ist, dass ich richtig froh war, seinen Arztbrief nicht diktieren zu müssen, jetzt ist er immer noch da und, hey, soll heute entlassen werden und es gibt noch keinen Brief!
Okay, okay, weiter im Text. Auch Herr Schnödelhuber hat noch keinen Brief und der wird um neun Uhr abgeholt und seine Tochter wartet schon im Halteverbot und überhaupt, was ist das für ein Sauladen hier wenn die Papiere nicht sofort fertig sind, dann wird man sich beschwerden, beim Chef, beim Geschäftsführer, beim Landarat, bei der Bundeskanzlerein, beim Papst und beim Dalei-Lama, jawolll!
Ja, und die Angehörigen von Frau Wiszmawek, die wollen wissen…. keine Ahnung, was die wissen wollen, ich weiß es nicht! Und dann ruft die Notaufnahme an, eigentlich hätte Martin Bückling Dienst, aber der kann gerade nicht, ob ich nicht… kann ich alles, kar, natürlich, Leute, habe ja sonst nichts zu tun…. warum ist die Visite eigentlich noch nicht gelaufen? Das kann ich euch sagen, Leute, weil ich noch keine Zeit dazu hatte, aber jetzt…. nee, jetzt geht nicht weil… geht nicht gibt’s nicht, jetzt wird Visite gemacht, ich will schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe und die Belastungs-EKG’s und Sonographien, die irgendwer in meinem Namen angeordnet hat, die müssen jetzt erstmal warten, allerdings ist nach sechzehn Uhr außer mir niemand mehr im Haus, der mir dabei helfen kann… Scheiße, schon sechzehn Uhr durch? Nee, achzehn Uhr durch, vergiss es, Junge und die Entlassbriefe für morgen, die sind noch immer nicht geschrieben…
Gepetto, ich glaube, ich brauche jetzt erstmal einen doppelten Grappa!

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Written by medizynicus

27. März 2012 at 21:03

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Homecomingfrust

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Spät am Abend ankommen. Hundemüde. Im Autoradio dudelt immer noch mein Ohrwurm, auf hundertzwanzig Dezibel gegen die Müdigkeit.
Einparken. Motor aus.
Und plötzlich ist es still.
Tür auf. Trolleykofferklackern über den Gehsteig. Tür aufschließen. Mit geübtem Handgriff drei Kilo Hardcopy-Spam aus dem Briefkasten ziehen und die unbezahlten Rechnungen zur Seite sortieren….
Weiter gehts in die Küche. Intelligente Voratshaltung? Fehlanzeige. Kühlschrank? Leer. Fast leer. Eine Flasche Bier ist noch drin, okay, nennen wir das dann Abendessen.
Ein schöner Urlaub ist vorbei… und dann hat man uns auch noch eine Stunde geklaut…

Written by medizynicus

25. März 2012 at 18:03

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Ohrwürmer und so

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Urlaub fast zu Ende und Bad Dingenskirchen noch mehrere Autostunden entfernt. Also fertigfrühstücken und losfahren. Navi einstellen, im Radio den aktuellen Stausender suchen. Langweilige Autobahnlandschaften und Bad Dingenskirchen ist immer noch mehrere hundert Kilometer entfernt. Die Sonne knallt immer knalliger und die Lastwagenfahrer vor mir spielen lustige Überholspielchen bei Tempo fünfundsiebzig.
Nervöses Lenkradtrommeln….
….und dann passiert’s: akute Ohrwurmattacke!
Dieses Lied!
Auf diesem Scheißsender!
Nach so vielen Jahren…..
Lautstärkeregler hochgezogen…. Scheiße, das war das Gaspedal…. Schnell auf die Bremse und dem Lastwagen noch gerade mal von der Schippe gesprungen. Okay, er schert vor mir ein, jetzt kann ich ja wieder aufs Gas….
….knallende Gitarrenriffs….
Der Lastwagenfahrer hupt und zeigt mir einen Vogel. Macht nichts, bin ja schon weg… und das Lied ist zu Ende…. zu Ende? Was?
Will weiterhören! Will dieses Lied jetzt in Endlosschleife hören, mit hundertzwanzig Dezibel, so lange, bis ich in Bad Dingenskirchen angekommen bin!
Tja, früher…. da konnte man noch Musik auf dem Radio auf Tonbandkassetten aufnehmen, das waren noch Zeiten, aber die sind jetzt mindestens so weit weg wie die Zeiten, in denen dieses Lied aktuell war und allein dieser Satz klingt so altmodisch, dass ich mich damit als Angehöriger einer Generation oute, die noch Telefone mit Wählscheiben kennt. Und abgesehen davon konnte man auch damals aus Autoradios keine Musik aufnehmen. Aber was mache ich jetzt?
Das Radio spielt nur noch das übliche Gedudel. Will ich nicht. Ohne dieses Lied fahre ich keinen Kilometer weiter!
Also nächste Ausfahrt abfahren. Irgendwo muss es doch eine menschliche Siedlung geben mit einem Gewerbegebiet und darin hoffentlich einen Bin-doch-nicht-Blöd-Elektrosupermarkt!
Gibts aber nicht. Ich finde nur Baumärkte und Autohäuser. Brauch ich nicht. Also das Zentrum des Ortes aufgesucht.
„Sie befinden sich in einer Sackgasse,“ jammert das Navi, „Bitte wenden!“
Erstaunlich nett hier, Cafes gibts und Buchhandlungen und alles was man sonst so zum Leben braucht…. aber ein Laden, der CD’s verkauft? Die jugendliche Irgendwas-Fachverkäuferin starrt mich an wie einen rosafarbenen Alien. Ja, bin ich denn der letzte Mensch auf dieser Welt, der noch bereit dazu ist, für eine altertümliche Silberscheibe Geld auszugeben?
Es ist heiß, ich beginne zu schwitzen und betrete eine Drogerie, weil es hier Mineralwasser gibt…. und was sehe ich…. eine ganze Regalwand voll…. wie sind die sortiert? Achtziger, Neunziger….?
Gefunden!
Wucherpreis. Was denken die sich eigentlich dabei?
Egal. Jedenfalls kann ich jetzt weiterfahren.
Fuß aufs Gaspedal und hundertzwanzig Dezibel im Ohr.

Written by medizynicus

24. März 2012 at 18:39

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Dies ist kein Blogbeitrag

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weil… ich darf nämlich gar nicht! Wirklich nicht, streng verboten, echt jetzt.
Also… pssst, wir sind ja unter uns, also nicht weitersagen… bleibt wirklich unter uns, ja?
Ich bin nämlich gerade unterwegs mit der Bahn ins Wochenende.
Also ich sitze im ICE nach…. ach, ist ja egal, von wo nach wo, also ich sitze im ICE und weil Wochenende ist, also Freitag Abend und andere Leute sitzen gerade in der Kneipe und so, und da bin ich halt im Speisewagen, da gibts auch Bier, ist sogar ganz lecker, allerdings teurer als bei Gepetto.
Aber egal, ich sitze also hier, schlabbere mein Bierchen, linse vorsichtig rüber zu der hübschen Frau gegenüber, aber die starrt nur auf ihren Laptop, scheint übrigens eine Kollegin zu sein, sieht jedenfalls ziemlich medizinisch aus, was sie da auf ihrem Bildschirm hat, ob sie wohl auf einen Kongress fährt oder so?
Würd ich sie ja gerne fragen, aber sie schaut leider nicht auf von ihrem Bildschirm, also klapp ich meinen Laptop auch aus und… nee…
äh… was ist denn das jetzt?
Steht doch tatsächlich so ein Schildchen auf meinem Tisch: mit einer Tastatur und einem Handy drauf und beides ist durchgestrichen und man bittet höflich, im Speisewagen von der Benutzung elektronischer Geräte abzusehen.
Nee, ächt jetzt!
ob ich jetzt rausgeschmissen werde?
Und die hübsche Kollegin vom Nebentisch? Und der Typ mit dem Ei-Pätt da drüben?
Und Mr. Handyman, der wohl zum wiederholten Mal verzweifelt versucht, eine SMS abzusetzen und sein Gerät fluchend ans Fenster hält…
Okay, hole ich mal lieber ein Buch raus. E-Books sind ja offenbar auch verboten, oder?

Written by medizynicus

16. März 2012 at 23:04

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Balintgruppen und Ballermann

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Also, wo war ich stehen geblieben?
Der Blog ist sowas wie meine Balintgruppe, hab ich gestern gesagt. Ja, und die Blitzmerker unter Euch, die wissen natürlich genau, was ich damit meine, aber vielleicht liest ja hier auch der eine oder andere mit, der nicht weiß, was eine Balintgruppe ist.
Natürlich kann man diese Wissenslücke schließen und da nachlesen, wo man alles nachlesen kann. Braucht Ihr aber gar nicht. Ich erklär‘s Euch.
Also Balintgruppen.
Uns Ärzte gibt‘s bekanntlich in allen möglichen Formen, Größen und Farbschattierungen. Zwischen dem was die Kollegen aus den verschiedenen Fachrichtungen machen, mag es große Unterschiede geben, aber eines haben wir (fast) alle gemeinsam: Wir machen etwas mit unseren Patienten.
Und die Patienten machen etwas mit uns. Selbst die Abgebrühtesten unter uns können nicht verleugnen, dass wir in unserem Job hin und wieder Geschichten erleben, an denen wir ganz schön zu knabbern haben. Und damit aus dem Knabbern kein Burnout wird kann man zur Balintgruppe gehen.
Eine Balintgruppe ist eine ziemlich ernste Angelegenheit. Man sitzt im Kreis, einer redet offen und frei von der Leber weg, die anderen hören zu und geben dann irgendwie ihren Senf dazu. Und dann ist da noch ein Psychotherapeut dabei und der passt auf, dass es da mit rechten Dingen zugeht…. oder so ähnlich. So genau weiß ich das nicht, ich war nämlich noch nie dabei.
Einmal allerdings war ich nahe dran.
Da wollte ich mich nämlich fortbilden.
Nun habe ich Euch ja früher schon einmal erzählt, dass Bad Dingenskirchen nicht gerade der Nabel der Welt ist. Bad Dingenskirchen liegt tief in der Provinz – und zwar in der allertiefsten und allerprovinzigsten Provinz und wenn man von hier zur Balintgruppe will, dann muss man sich nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag auf Station ins Auto setzen und in die große, große Stadt fahren… so eine, zwei oder drei Stunden lang, je nach Verkehrslage. Und spät nachts den ganzen Weg wieder zurück. Und am nächsten Morgen wieder raus. Und das ganze wieder und wieder, bei Schnee und Regen, bei Glatteis und Hagelsturm… ist halt so. Oder gibt‘s eine Alternative?
Oh ja, die gibts: Zwei Wochen Intensivbalintgruppe von morgens bis abends, auf einer Finca auf Mallorca.
Muss ich noch erklären, welche Variante ich bevorzugen würde?
Nun ist die Sache allerdings nicht ganz einfach…. denn schließlich will ich mich fortbilden, also ich will am Ende meiner Teilnahme einen Stempel kriegen für mein Geld. Also ein kurzer Anruf bei den zuständigen Bürokraten – Antwort negativ. Stempel gibts nicht für Malle.
Tja, dann hat‘s auch keinen Zweck, mir meinen wertvollen Urlaub von bedeutungsschwerem Balintgelaber vermiesen zu lassen, also wenn schon Malle, dann lieber Sommer, Sonner und Ball… äh, also sportliche Aktivitäten und Kultur und so.
Bin letztendlich also gar nicht hingefahren.
Bloggen ist billiger.

Written by medizynicus

14. März 2012 at 21:10

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Happy Tausend – oder: Warum das Ganze?

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Letztens bekam ich eine Mail.
So eine Mail, bei der einem so richtig warm ums Herz wird, eine richtige Fan-Mail.
Mein Fan war weiblich und jung und hübsch und ich habe doch vor lauter rot und warm ums Herz werden glatt vergessen, zu fragen, ob sie heute Abend schon etwas vorhat.
Stattdessen hat sie mir nämlich eine Frage gestellt:
Warum ich das hier mache, will sie wissen.
Also nicht nur das Bloggen, sondern auch das Leben retten, Arzt sein und so. Und überhaupt, ob ich das gerne mache und ob ich Träume habe und ob die wahr geworden sind…. puh, das sind jetzt ziemlich viele Fragen auf einmal!
Also gut. Fangen wir mal an.
Es war einmal, vor langer, langer Zeit… ja, wer fleissig mitgezählt hat, dem ist nämlich vielleicht aufgefallen, dass dieses Blog schon seit knapp fünf Jahren existiert, und dabei war dieses Blog noch nicht einmal der Anfang aller Dinge….
Es war also, vor langer, langer Zeit… da war Medizynicus noch klein und brav und hatte gerade seinen ersten Arbeitsvertrag unterschrieben, seine ersten Dienste geschoben, die ersten Patienten gerettet, zum ersten Mal mit hübschen Schwesternschülerinnen geflirtet, ja, und dann…. dann passierte etwas.
Krawumm!
In dem kleinen Krankenhaus am Rande des Universums, wo Medizynicus wirkte, da tobte plötzlich der Bär. Einen richtigen kleinen Skandal gab es, der füllte die Klatschspalten der Lokalzeitungen und gab endlosen Stoff für stundenlange Tuscheleien hinter geschlossenen Türen.
Und Medizynicus stand daneben und dachte nur: Wahnsinn! Das ist fast ja wie im Kino…. das muss man aufschreiben, da kannste glatt ein Buch draus machen!
Aufgeschrieben habe ich das Ganze, aber ein Buch ist nicht draus geworden, zumindest vorerst nicht. Zunächstmal gabs einen Blog, dann ist der Blog aus dem Netz verschwunden und es wurde doch Büchlein draus und aus dem Büchlein wurde wieder ein Blog und… naja, der Rest ist Geschichte, wie man so sagt.
Geschichte?
Genau!
Hier und heute wird dieser Blog genau eintausend Beiträge alt!
Und warum ich immer noch schreibe?
Also gut, liebe Fänin, Du wolltest es ja wissen: Dieser Blog ist ist in der Tat so etwas wie meine Balintgruppe.
Und was eine Balintgruppe ist und warum ich da noch nie war, das ist dann schon fast ein Thema für den Eintausendundersten Beitrag…
p.s.: Ach ja, und die Million habe ich übrigens auch schon voll…. schon laaaaange her! Einfach nur mal so am Rande erwähnt, hmmm, ja, halt so, nich?

Written by medizynicus

12. März 2012 at 23:18

Veröffentlicht in Ein Herz für Blogs

schlechte Krimis

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Es ist ein stürmisch-regnerischer Sonntagnachmittag in Bad Dingenskirchen, der Wind heult ums Haus und was tut man? Macht sich ’ne Kanne Earl Grey, holt sich eine Packung seiner Lieblingskekse und verkrümelt sich mit einem guten Krimi in seinen Lieblingslesesessel.
Gute Krimis mag ich.
Gute Krimis sind zunächst einmal Krimis, die nicht in New York, L.A. oder Miami spielen.
Gute Krimis haben einen gut geplanten Plot und jede Leiche ist wohlplaziert und hat ihren Sinn. Unnötiges Blutvergießen mag ich nicht, weder im OP noch in Krimis.
Gute Krimis spielen an Orten, an denen die Autoren sich auskennen. Ob das Frankfurt, Hamburg, München, Berlin oder Kleinklkeckersdorf, Bad Dingenskirchen oder Niederlümmelbach ist zunächst mal egal. Ich erwarte aber, dass der Autor den Ort gut recherchiert hat.
Genauso erwarte ich, dass der Autor sich mit den Dingen, über die er schreibt auskennt. In den meisten Krimis taucht irgendwann irgendwo die Polizei auf – wie es bei Kommissarens und Inspektors so zu Hause zugeht, weiß ich nicht, aber von einem Krimiautor erwarte ich, dass er sich damit beschäftigt und die Polizeiarbeit halbwegs so schildert, wie sie wirklich sein könnte.
Ja, und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem sich entscheidet, ob ich einen Krimi in mein Best-Of-Lieblingsbücherregal stelle oder noch vor dem Auslesen in die Tonne haue:
Die meisten Leichen waren vorher mal lebendig. Und manchmal werden sie vor ihrem Ableben ärztlich versorgt. Und damit kenne ich mich nun ein kleines bisschen aus und deswegen krümmen sich meine Zehennägel, wenn ich da Dinge lese, die einfach… na gut, also wenn ich da zum Beispiel Dinge lese, wie:

  • Das Opfer liegt nach der Schießerei blutüberströmt (!) auf der Bahre (!!) und ist ins Koma versunken (!!!). Dann schlägt er noch einmal die Augen auf (!!!!!) und flüstert kaum hörbar: „Rosebud!“ oder etwas ähnlich schwachsinniges. Nee, ist mir eigentlich ziemlich egal, was er da flüstert, aber wie er das im intubierten Zustand hinkriegt, das interessiert mich doch wirklich.
  • Nun ist das Opfer tot. Der Diensthabende Notarzt (!) wird geholt und kann nur noch den Tod feststellen. Mit scharfem Blick stellt er fest: Das Opfer ist vergiftet worden. Und zwar mit Cyanomolybdänchromosulfinsäureperhydrat. Tolle Sache. Hat man mir damals nicht beigebracht, wie man solche zielsicheren Diagnosen stellen kann.
  • Ja, und dann muss das Opfer doch obduziert werden. Das macht der Krankenhauspathologe Dr. Seltsam, der ist nämlich in seiner Freizeit auch als Gerichtsmediziner tätig (!!!!! – echt jetzt so gelesen!)
  • Der Täter hat dem Opfer irgendwelche geheimnisvollen Pillen in den Tee gemsicht, die wirken so, dass das Opfer sich ganz dem Willen des Täters unterwirft und geheimnisvoll-fiese Sachen macht… okay, in einem Hollywood-Horror-B-Movie würde ich sowas akzeptieren, aber nicht in einem halbwegs ernstgemeinten Krimil
  • Das Opfer liegt halbtot am Boden. Der Notarzt kommt und spritzt ihm ein Kreislaufstärkendes Mittel. Dann steht das Opfer wieder auf und ist guter Dinge.

…also, echt jetzt, was ist Euch noch so aufgefallen?

Written by medizynicus

11. März 2012 at 14:59

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

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