Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Guten Morgen, Frau Schroppke

with 6 comments

Na, wie geht’s uns denn heute?
…also, ich meine, natürlich: wie geht’s uns denn, außer schlecht….
…also abgesehen von beschissen und saumiserabel, meine ich natürlich…
…so wie immer, nehme ich an?
Schön. Freut mich, das zu hören. Also freut mich, zu hören, dass es ihnen zumindest nicht schlechter geht als saumiserabel, hundeelend und beschissen. Obwohl…
…ehrlich gesagt…
…ehrlich gesagt, ist es mir inzwischen egal.
Schnurzpiepegal, um genau zu sein. Und da ist es mir auch schnurzpiepegal, wenn Ihr Enkel aus Buxtehude, Wanne-Eickel oder Berchtesgaden täglich bei mir anruft um mal richtig auf den Putz zu klopfen, um dem blöden Doktor mal zu zeigen wo der Hammer hängt und so.
Wissen Sie was, Frau Schroppke?
Ihre miesepetrige Visage, die gönne ich Ihnen von Herzen!
Sie haben alles Recht der Welt, unglücklich zu sein.
Jeder nach seiner Facon.
Aber…
…aber, Frau Schroppke, eines das muss ich Ihnen an dieser Stelle noch ein für alle Male ganz unmissverständlich sagen, damit wir uns verstehen, Frau Schroppke: Mit mir hat das Ganze nichts zu tun.
Weder mit mir, noch mit meinen Kolleginnen und Kollegen, weder mit uns Ärzten noch mit den Damen von der Pflege, noch mit allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Krankenhaus, die haben nämlich mit Ihrem Unglück nichts zu tun!
Im Gegenteil. Sie reißen sich den Arsch auf. Für Sie, Frau Schroppke, nur für Sie, ganz alleine für Sie!
Aber das braucht Sie nicht glücklich zu machen, Frau Schroppke, wie gesagt, das Recht, unglücklich zu sein, das kann und will ich Ihnen nicht nehmen.
Aber Sie wissen jetzt, wie ich das meine, ja?
Ja?

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Written by medizynicus

29. August 2012 um 15:03

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

6 Antworten

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  1. Nicht ärgern lassen! Solch Miesepeter gibt es wohl in allen Lebensbereichen. Im Allgemeinen sind sie auch der Meinung, dass nur ihnen ständig solch Unglück zustößt. Auch eine Form von Größenwahn;)Aber es gibt ja auch die Netten. Erfreuen wir uns an ihnen. LG nach Dingenskirchen aus M an der E und weiter so

    Antje aus M an der E

    29. August 2012 at 16:01

  2. „…Damen [und Herren] der Pflege…“ 😉

    Herr Pfleger

    29. August 2012 at 16:18

  3. Diese Frau Schroppke gibt es nicht nur in Dingenskirchen. Sie existiert (wenngleich unter anderem Alias) überall.
    Ich glaube, jeder kennt eine Frau Schroppke

    landkrauter

    29. August 2012 at 16:40

  4. Ja, die gibt es tatsächlich überall. Sie lassen sich ja auch nicht übersehen/überhören.
    „Meine“ Frau Schroppke trug neben ihrer miesepetrigen Visage auch noch T-Shirts, auf denen z.B. stand „Ich war als Kind schon scheiße“. Dem konnte ich schwerlich etwas hinzufügen…

    Alba

    29. August 2012 at 18:44

  5. meine frau schroppke heisst frau krauting. und wenn die mit ihrem kind durch die tür kommt, ist mein tag versaut. natürlich wegen ihr selbst. aber vor allem, weil sie in ihrer scheissart das kind noch zur sau macht. und die kleine ist die zuckerschnute sondergleichen. armes kind.

    kinderdok

    29. August 2012 at 21:52

  6. Nur mal so wegen der Quote: Herr Schroppke gibt es auch, und das nicht zu knapp.

    rotezora.

    29. August 2012 at 23:15


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