Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Archive for Januar 2018

Schon wieder: Verliebt in eine Patientin… (nein, nicht ich!)

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…diesmal hat’s auf Bento.de Jan, 28 erwischt, Krankenpfleger auf einer Intensivstation. Soll vorkommen. Gesprochen hat er mit seinem Schwarm noch nicht, aber sie hat ihm schon zugezwinkert!
Und was sagt die Kummerkastentante?
Nein, die Telefonnummer aus der Krankenakte abzufotografieren, ist ein absolutes NoGo, da nutzt Dir auch die beste Rechtschutzversicherung nicht, wenn die Sache auffliegt. Abgesehen davon, dass Du Deinen Job dann knicken kannst für den Rest des Lebens.
Allerdings darfst Du ihr Deine Telefonnummer geben, sagt die Kummerkastentante.
Da bin ich anderer Meinung. Job ist Job und never f… the Company gilt in unserem Job mehr als anderswo!
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Written by medizynicus

31. Januar 2018 at 20:29

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Zehn Stunden warten in der Notaufnahme? Selber schuld!

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War ich doch letztens beim Bäcker: Fünf Brötchen und ’nen Kaffee zum Hier Trinken. Und als ich gerade das Wechselgeld einstecken will, fällt mein Blick auf die Schlagzeile der Zeitung mit den vier Buchstaben, die da auf der Theke liegt: „Notfall-Notstand!“ springt es mir entgegen.
Wie schrecklich es bloß zugeht in den Notaufnahmen der deutschen Krankenhäuser. Es soll Patienten gegeben haben, die zehn Stunden warten mussten….
Danke, das reicht!
Eigentlich habe ich den Kaffee jetzt schon auf. Aber weil ich ihn bezahlt habe und das Tässchen verführerisch duftend vor mir steht, atme ich erstmal tief durch, und wenn ich einen Leserbrief schreiben würde an die Zeitung mit den vier Buchstaben, dann stünde da jetzt ungefähr Folgendes drin:
Ja, liebe Zeitung, Ihr habt richtig recherchiert. Es soll sogar Patienten geben, die in der Notaufnahme zwölf oder vierzehn Stunden gewartet haben. Was nicht daran liegt, dass wir, die wir auf der anderen Seite der Wartezimmertür diese zehn, zwölf oder vierzehn Stunden damit verbringen, Kaffee zu trinken oder Nickerchen zu halten. Im Gegenteil, die meisten von uns rödeln uns den Ar…, äh, ich meine… Ihr wisst schon, was.
Also, eine Notaufnahme, in der man zehn, zwölf oder vierzehn Stunden warten muss, ist entweder völlig desorganisiert oder schlicht und einfach überlastet. Und im Letzteren Fall könnte man sich mal überlegen, woran das wohl liegen mag…
Leute, denkt doch mal an die gute Seiten dieser Nachricht:
Erstens: Es gibt hier in diesem Land fast flächendeckend Krankenhäuser mit Notaufnahmen!
Zweitens: Die wirklich Schwerkranken müssen keine zehn Stunden warten, auch wenn es Ausnahmen geben mag, die welche die Regel bestätigen.
Drittens: Auch wer sich nur den kleinen Zeh verrenkt, seit drei Wochen Rückenschmerzen oder beim Hausarzt abends um halb neun keinen Termin mehr bekommen hat, wird in unseren Notaufnahmen nicht weggeschickt, sondern trotzdem behandelt. Aber der muss dann warten.

Written by medizynicus

30. Januar 2018 at 06:24

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Schön war’s in der großen Stadt

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Ab und zu kommt ja auch unsereins mal raus aus der Klinik, sogar raus aus Bad Dingenskirchen, raus aus der Provinz und macht sich inkognito auf den Weg in die große, große Stadt…
…und dann kommt man da an, quartiert sich in einem super-schicken Hotel ein, das so geheim ist, dass es noch nicht einmal eine Festnetz-Telefonnummer hat und weil es so geheim ist, sogar billiger ist, als die schäbige Absteige gegenüber und dann, ja, dann hat man kaum seinen Koffer abgestellt, als das Handy schon anfängt zu vibrieren und zu düdeln und gar nicht mehr aufhört zu vibrieren und zu düdeln, weil man nicht der einzige Blogger ist, der sich heute auf den Weg gemacht hat in die große, große Stadt!
Ist ja schließlich Blogger-Treffen heute!
Wenige Minuten später treffe ich PharMama – seit zehn Jahren schon kennen wir uns virtuell, aber heute stehen wir uns zum ersten Male Face to Face gegenüber. Kurz darauf schneit PTAchen aus dem Apothekentheater herein, die ich ja schon ein halbes Jahr zuvor kennen gelernt habe, ebenso wie den 5-Foraminologen. Gemeinsam geht’s mit Bus und U-Bahn quer durch die Stadt in ein gemütliches Café, wo Mira von DocCheck auf uns wartet und sich Mr. Save Yourself zu uns gesellt.
Mira hat zwei Experten für eine Diskussionsrunde eingeladen – nicht ins Café, sondern in ein geheimes Eventlocationladenlokal. Vor der Tür treffen wir den Kinderdoc und dann sind da noch Jan von Psychiatrie To Go und Alexander von Psychosomatikum (fast noch bekannter sind die Beiden für ihr Psych-Cast Podcast-Projekt). Und dann gibt es noch die Hüterin des Rechts.
Anschließend gibt’s ein leckeres Abendessen beim Szene-Italiener um die Ecke. Die Rechnung hierfür hat übrigens DocCheck übernommen, herzlichen Dank also nochmal an dieser Stelle!
PharMama und PTAchen lassen sich von Taxi-Blogger Sash zurück ins Hotel chauffieren und ein paar Unverzagte begeben sich noch in die düstere Qualmspelunke nebenan auf ein kleines Absackerbier….
Schön war’s!
Ja, und für den KinderDoc ist die Party noch weiter gegangen, er ist nämlich heute zum Goldenen Blogger gekürt worden!
In diesem Sinne: Einen ganz herzlichen Glückwunsch also, lieber KinderDoc!

Written by medizynicus

29. Januar 2018 at 21:36

Veröffentlicht in Ein Herz für Blogs

Ein Frohes Neues

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2017 war gut.
2018 wird genauso gut, vielleicht besser…
2017 stand ganz im Zeichen des neuen DocCheck-Blogs, dann kam im Juni das konspirative Treffen in Mannheim, und dann eine große kleine Pause, danach ging es weiter, ein bisschen langsamer, dafür mit einem neuen Buch… sagen wir besser: Büchlein.
Wie es von hier an weitergeht?
Schauen wir mal…. Euch allen jedenfalls ein Frohes Neues Jahr, lasst die Korken knallen, und was das Böllern angeht…. naja, vielleicht lieber ein wenig Zurückhaltung, nicht nur wegen Feinstaub, obwohl… ach was, Bleigießen ist auch gesundheitsschädlich und wird deshalb demnächst verboten… aber die Korken knallen lassen können wir trotzdem… in diesem Sinne…
Euch allen ein Frohes Neues!

Written by medizynicus

1. Januar 2018 at 00:00

Veröffentlicht in Das Leben an sich