Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Archive for the ‘nicht so richtig ernst’ Category

Herzlichen Glückwunsch, Willy und Kate!

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Ja, ihr beide habt ja heute Euren großen Tag, habe ich gerade erfahren, vorhin beim Bäcker wo die Zeitung mit den großen roten vier Buchstaben ausliegt, die habe ich natürlich nicht gekauft, obwohl da noch etwas anderes drinstand, aber davon später.
Ja, Willy und Kate, ich gönne Euch euren großen Tag und vor allem Euren sechzig Millionen Landsleuten, denen habt Ihr nämlich einen Feiertag beschert und darum freuen die sich sicher ganz toll mit Euch. Weil Montag ist nämlich bei Euch schon wieder Feiertag. Da bei Euch Feiertage wie der 1. Mai nämlich grundsätzlich auf den nächstgelegenen Montag verlegt. Und wir sind mal wieder doppelt angeschmiert. Dabei hätten wir durchaus genügend Prinzen und Prinzessinnen zum Verheiraten hier…
Naja. Also werd‘ ich dann mal meinen Kaffee austrinken und zur Arbeit gehen…

Written by medizynicus

29. April 2011 at 07:22

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Willkommen in der Medizynischen Fakultät…

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Wo gibt es das erste bislang einzige Institut für Institut für Dokumentations- und Verwaltungsmedizin?
Wo kann man Verbalballistik, Scherztherapie, Spekologie oder Bommelkunde studieren?
Im Uni-Klinikum Charcuterie der Francesco-Parisi Universität Styrum laufen so einige Dinge ab, die wohl weltweit einmalig sein dürften. Eingefleischte Tierschützer zumindest dürften von den Forschungsmethoden zur Erschaffung der Herrenratte wenig begeistert sein. Aber womöglich haben die Kollegen vom Institut für Logorrhoe und angewandte Koprolalie da ein paar gute Worte eingelegt…
Was ist das für ein Laden? Medizynicus war erstmal sprachlos.
Dann wollte er es genauer wissen. Sobald er seine Sprache wiedergefunden und sich ein paar kluge Fragen ausgedacht hat, wird er Rektor Prof. Dr. cervisiae Urs Gnudnoff um ein Interview bitten.

Written by medizynicus

5. März 2011 at 21:42

Guttenplag, Chefärzte und der Doktortitel

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Unser Herr Minister, Freiherr von und zu hat einen Fehler zugegeben und darf weiter Minister bleiben. Nur gut, dass der Herr Minister kein Chefarzt ist. Chefärzte nämlich dürfen keine Fehler machen, wenn sie weiter Chefärzte sein wollen, das heißt Fehler machen dürfen sie schon, tun sie sogar, und nicht zu knapp, nur zugeben dürfen sie es nicht, wenn sie ihre Approbation behalten wollen.
Bei Politikern ist das bekanntlich anders: der eine plagiiert Doktorarbeiten, der andere verführt kleine Praktikantinnen und beide bleiben im Amt. Warum?
Vielleicht, weil die Wähler doch nicht so doof sind wie man denkt: Ein Minister braucht keinen Doktortitel um ein Ministerium zu führen.
Ein Chefarzt hingegen schon. Oder doch nicht?
Womit wir dann endlich beim Thema wären:
Wie ist das denn so bei Euch, liebe Kollegen?
Wer von Euch hat denn noch keinen…?
Und falls Ihr keinen Doktortitel habt, welche Aussage trifft dann am Ehesten zu, bitte ankreuzen:

  • Lebenslüge Nr. 1: Meine Doktorarbeit, die schon seit 10 Jahren irgendwo in der Schublade liegt werde ich noch fertigschreiben. Ich muss ja nur noch…..
  • Lebenslüge Nr. 2: Irgendwann, irgendwann mal fange ich eine neue, schnelle Doktorarbeit an….
  • Lebenslüge Nr. 3: Irgendwann mal, irgendwann mal nehme ich eine Stelle in einer Uniklinik an, da wird mein Chef mich schon unterstützen…
  • Lebenslüge Nr. 4.: Irgendwann mal, wenn ich in Rente bin….
  • Doktortitel? Ist mir doch wurst….
  • Ja, ich habe schon mal dran gedacht, mir einen Titel zu kaufen. Weiß aber noch nicht, wo.

Ja, und damit wären wir dann entgültig beim Thema:
Medizynicus möchte sich nämlich auch einen Doktortitel kaufen.
Jawohl, kaufen. Also, so mit Copy und paste kann ich natürlich schon umgehen. Aber ich will ja nicht, dass es mir so ergeht wie dem Herrn Minister und den sauer erworbenen Titel irgendwann mal zurückgeben müssen nur weil irgendwer dahinter… äh, nee, dann lieber echte Qualität, also, das ist mir die Sache wert, da mache ich schon ein paar Euros locker. Ernstgemeinte Angebote bitte ins Kommentarfeld unten!

Written by medizynicus

25. Februar 2011 at 05:03

Liebe Firma Sowienoch (hatten wir doch schonmal, nich?)

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Liebe Firma Sowienoch,
Ich schreibe Ihnen weil Sie mich von Ihrer Webseite runtergeschmissen haben. Jawoll, das haben Sie, weil ich nämlich mein Passwort vergessen habe. Weil, da wird man doch verrückt, bei all den Passwörtern. Weil aufschreiben darf man sie ja nicht, das weiß man ja und was das merken angeht… ja, irgendwo ist einfach mal Schluß mit der Merkerei, geht Ihnen das nicht so, ich meine, so Stichwort Alzheimer?
Weil ja bei Ihnen da ist das ja so, wenn man ein einfaches Passwort eingibt, also so eins wie 12345 oder qwertz, dann kriegt man eine Nachricht dass das nicht geht weil es verboten ist weil zu unsicher. Und es muss mindestens eine Zahl drinsein, aber abcd1 geht auch wieder nicht, außerdem muss mindestens ein Buchstabe großgeschrieben und mindestens ein Sonderzeichen drin sein, also ich hab das dann so gemacht Abcde+1, das kann man sich noch halbwegs merken. Naja, merken nicht so ganz, ich hab’s halt doch aufgeschrieben, aber den Zettel, den hab ich leider verloren und jetzt wusste ich nicht mehr welchen Buchstaben ich groß geschrieben habe und nach dreimal ausprobieren war Schicht im Schacht und deswegen schreibe ich Ihnen.
Weil nämlich wenn man sein Passwort wiederhaben will, dann muss man da bei Ihnen so ne Neunhunderter-Nummer anrufen und sowas tu ich ja aus Prinzip nicht, das wissen Sie ja, brauch ich Ihnen eigentlich gar nicht zu sagen, hab ich Ihnen ja in meiner letzten Mail schon geschrieben wo Sie mir dann geantwortet haben dass Sie mir mein Passwort aus Sicherheitsgründen nur am Telefon verraten wollten, aber so ne richtige Telefonnummer, also eine ohne neunhundert die wollten Sie mir auch nicht geben.
Ja, und darum wollte ich Ihnen jetzt… nee, nicht sagen, was Sie mich mal können, ich bin ja ein höflicher Mensch, deswegen sage ich Ihnen jetzt nicht, was Sie mich mal können, aber gestohlen sein, das können Sie mir, also wirklich, also meine Geschäftsbeziehung zu Ihnen, die will ich hiermit beenden, nich, jawoll, das wollte ich Ihnen hiermit sagen.
Hochachtungsvoll,
Ihr Medizynicus

Written by medizynicus

19. Februar 2011 at 05:15

Angelo und Angelina – eine himmelhöllische Weihnachtsgeschichte (Teil 6)

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Angelo nahm Angelinas Hand und zog sie nach draußen… also nicht nur die Hand, sondern die ganze Angelina.
Vor der Tür fanden sie den Engel, der sie hierher gebracht hatte. Wie hatte er nochmal geheißen? Gabriel? Jedenfalls bastelte er gerade an einem Schlitten herum. Offenbar war er für Transportaufgaben zuständig.
„Wo finden wir das Christkind?“ fragte Angelo.
„Quadrant 14-B!“ sagte Gabriel wie aus der Pistole geschossen.
„Äh… und wie… wie kommen wir dahin?“
Angelo musste zugeben, dass er sich mit der himmlischen Geografie noch nicht so recht auskannte. Wie bewegte man sich hier oben wohl von Ort zu Ort? Autos hatte er hier jedenfalls noch keine gesehen, genausowenig wie Straßen. War man also gezwungen, zu laufen, oder vielmehr zu fliegen? Dabei hatten Angelo und ja noch gar keine Flügel. Wo bekam man die wohl?
„Ich bringe Euch hin!“ sagte Gabriel, „steigt ein!“
„Äh… einsteigen?“
Angelo schaute sich um.
„In den Schlitten natürlich!“
Tatsächlich, da stand einer. Die Reise im Weihnachtsmannschlitten verlief ziemlich unspektakulär, trotz der fliegenden Rentiere. Wenige Minuten später hatten sie den Quadranten Vierzehn Beh erreicht.
„Schön, dass Ihr gekommen seid!“ sagte das Christkind und bot ihnen einen himmlischen Swami-Yogi-Vishi-Vashi Tee an.

Written by medizynicus

23. Dezember 2010 at 21:58

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Lecker kochen mit Medizynicus – heute: Pasta a la Wasdais

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1.) Man nehme einen Küchenschrank, öffne ihn und schaue nach, ob sich irgendwo eine Packung mit Teigwaren befindet. Falls nein, Versuch abbrechen.
2.) Falls ja, weiterschauen ob ein Glas Fertignudelsoße oder Tomatensugo vorhanden ist. Falls nein, auch nicht schlimm.
3.) Kühlschrank öffnen
4.) Alles was sich bewegt, verschimmelt oder verfault ist unverzüglich der Entsorgung zuführen. Weitere Nahrungsmittel einer Geruchsprobe unterziehen. Falls bestanden, auf der Küchenarbeitsplatte plazieren
5.) Nicht für Verzehr geeigneten Kühlschrankinhalt und unpassende Gegenstände (Marmelade, Fieberzäpfchen, Hustensaft) aussortieren
6.) Den Rest des Kühschrankinhaltes kleinschnippeln und in großen Topf geben, zusammen mit gegebenenfalls vorhandener Tomatensoße oder Fertignudelsoße
7.) Kühlschrankinhalt gut umrühren und auf dem Herd einmal aufkochen, dann vom Feuer nehmen und über die Nudeln gießen.
Nachschauen, ob noch ein Bier im Haus ist
8.) Alles liebevoll anrichten und genießen

Written by medizynicus

28. November 2010 at 05:54

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Interview mit Medizynicus

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Neulich wurde Medizynicus in einem Fernsehstudio von einer attraktiven und zuvorkommenden Moderatorin interviewt….

…naja. Eigentlob stinkt, ich weiß. Muß aber manchmal trotzdem sein!

Written by medizynicus

27. November 2010 at 07:31

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Grundlagen der Kristallaurahokuspokustherapie – Teil 4

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Also gut, Leute, ein paar Sachen habe ich Euch ja jetzt schon erzählt. Ihr habt euch also schlau gemacht. Habt euch umgeschaut und mal so ein bißchen herausgefunden, was da rechts und links von Euch so im Angebot ist. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Jetzt müsst Ihr Euch nämlich selbst eine Marktlücke suchen. Wie das geht?
Alles kein Problem! Nur Geduld, Onkel Medizynicus erklärt es Euch schon.
Fassen wir noch einmal zusammen: Ihr wollt Kohle verdienen. Viel Kohle, ganz viel Kohle. Und Ihr wollt möglichst keine Scherereien mit Polizei und Justiz. Das Letztere würde ich Euch zumindest empfehlen, nur so’n kleiner Tipp von mir, wenn ihr darauf keinen Wert legt dann ist das Eure Sache, dann könnt Ihr aber auch gleich in den Drogenhandel einsteigen, wendet Euch da am besten an die örtliche Zweigstelle der Mafia oder so. Das empfehle ich Euch natürlich nicht, ganz im Gegenteil, ich rate dringend davon ab, schließlich will ich ja nicht, dass mein Blog verboten wird. Ihr wollt also eine legale Sache aufziehen. Das ist wichtig, denn da gibt es ein paar Sachen, die ihr im Hinterkopf behalten müsst. Erste Regel: Euren Patienten keinen Schaden zuzufügen!
Das schränkt die Auswahl der möglichen Praktiken schon einmal ein wenig ein. Das Abschneiden irgendwelcher Gliedmaßen mit rostigen Messern fällt also schonmal flach. Infusionen mit Hühnerblut oder püriertem Kamelmist auch. Ich persönlich würde von allem, was irgendwie mit scharfen Messern, Nadeln oder Blut zu tun hat die Finger weglassen, wieder mal nur so’n kleiner Tipp von mir.
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr euch zum Heilpraktiker machen. Das ist nämlich gar nicht so schwer und macht viele Sachen einfacher. Auf langwierige und teure Kurse könnt Ihr übrigens verzichten. Ihr müsst nur eine Prüfung machen und dann dürft Ihr Euch staatlich geprüfter Heilpraktiker nennen und das klingt doch schonmal nicht schlecht, oder?
Wie man das mit der Prüfung hinkriegt, das erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal!

Written by medizynicus

13. November 2010 at 05:29

Brief von dem Güntär (2)

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Liebe Freunde!
Ich wollte Euch ja noch ein wenig von meiner Arbeit berichten.
Mandy, meine bezaubernde Assistentin im durchsichtigen Seidensari sitzt also an der Kasse und bittet meine Klienten um einen kleinen Energieausgleich.
Meine Energie ist unbezahlbar und deswegen verschenke ich sie auch freigiebig. Genauso freigiebig nehme ich milde Spenden in Form von wertlosen grünen Papierstückchen an und wer meiner Assistentin eins davon zukommen lässt, den empfange ich in meinem Audienzzimmer.
Dort erzähle ich ihnen dann das, was sie hören wollen. Und genau das ist das große Geheimnis meines Berufes, denn da gehört viel Fingerspitzengefühl dazu. Natürlich muss man den richtigen Ton treffen, und das habe ich auch erstmal lernen müssen.
Normalerweise versucht Mandy unter Einsatz ihres Charmes immer, schon ein paar wichtige Informationen aus meinen Klienten herauszukitzeln, und das steckt sie mir dann unauffällig zu. Ich mache dann nur den üblichen Zauber und dirigiere meine Klienten dann in den Gesundheits-Shop, wo Mandy ihnen dann noch ein paar Goodies schenkt, natürlich gegen weiteren Energieausgleich.
Die Kristallkugel übrigens, die habe ich übrigens im geizgeilennichtblöden Baumarkt gekauft, war’n Restposten für elfneunundneunzig, keine Ahnung, wozu die Dinger sonst gut sein sollen, aber auf meinem Schreibtisch macht sie echt was her.
Tja, so ist das also.
Hätte ich nicht gedacht, dass die Oma Kasuppke mich so glücklich machen kann!
Ich gehe auch regelmäßig zu ihrem Grab und stelle ihr ein paar Blumen darauf. Ja, gute alte Oma Kasuppke! Möge sie in Frieden ruhen! Das waren noch Zeiten, damals als ich noch in Bad Dingenskirchen im Krankenhaus war und mich mit langweiliger Schulmedizin beschäftigt habe.
Aber von Oma Kasuppke erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal!
Love and Peace,
Euer Güntär

Written by medizynicus

7. November 2010 at 07:13

im Männerladen

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War isch doch letztens im Männerladen. Hab mir neuen Rechenknecht gekauft. So’n ganz kleinen, den wo man unauffällig mitnehmen kann ins Krankenhaus um im Dienst unauffällig nebenbei zu bloggen, wenn gerade nichts los ist. Man wird ja vorsichtig, auch wenn bei uns in Bad Dingenskirchen noch keine Dienstcomputer gesperrt worden sind.
History, Cookies und „Auto-Ausfüllen“ lösche ich trotzdem jedes mal, nachdem ich dran war. Und habe beim Bloggen auch immer ein Fenster mit einem Artikel vom „Lancet“ offen. Aber das wollte ich ja gar nicht erzählen. Ich wollte ja vom Männerladen erzählen, ihr wisst schon, der Laden der wo nicht blöd ist und wo Geiz geil ist und so. Da war ich halt letztens und hab mir auch so’n kleines Rechnerchen gekauft.
Ja, und dann mach ich den an und krieg ’nen Scheck: Wollte ich doch ein Photo von Jenny als Hintergrundbild einrichten, und ging nicht, weil nur Billigversion von Windoof sieben drauf ist aber ich darf, wenn ich Lust habe nochmal ’nen hunni löhnen, dann kann ich auch ein Bild von Jenny als Hintergrundbild einrichten. Ja, und wenn ich das Word aufmache zum Blogartikel schreiben, dann erzählt man mir jedesmal, dass ich noch genau neunundünfzig Tage Zeit habe, bis meine Testversion abläuft und… ja, blöd bin ich natürlich nicht und hab gleich OpenOffice installiert (obwohl ich irgendwann mal eine legale Version von Office gekauft habe mit Registrierungskey und so, aber die Packung liegt irgendwo unauffindbar tief verborgen in einer Kiste im Keller).
Habe ich schon gesagt, dass ich den Billy G.. jetzt gerne mal rektal unersuchen würde, am liebsten mit Finalgon am Handschuh?
p.s.: Wer mir einen gültigen Registrierunskey von Windoof sieben oder Office schickt kriegt ein druckfrisches Exemplar von meinem Buch. Ehrenwort!!!!

Written by medizynicus

6. November 2010 at 05:18

Veröffentlicht in nicht so richtig ernst

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