Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Medikamentenfälschungen: ist da wirklich drin, was reingehört?

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Pillen kann man fälschen. Im Prinzip nicht anders als Geldscheine, und wahrscheinlich geht das sogar noch viel einfacher: Man nehme ein paar Gelantinekapseln und fülle sie mit einem Pulver seiner Wahl, idealerweise eher bitter schmeckend und wenn man nett ist, möglichst nicht giftig. Jeder Apotheker weiß, wie das geht und die leeren Kapseln gibt’s im Fachhandel. Dann muss man die falschen Pillen noch in entsprechende Blister verpacken – auch das dürfte einen Fachmann vor nicht allzu große Herausforderungen stellen – und dann noch passende Pappschachteln basteln und bedrucken.
Die Mühe lohnt sich: viele Medikamente kann man in Gold aufwiegen. Wobei Gold nun so teuer auch wieder nicht ist, verglichen mit Medikamenten, die ja bekanntlich milligrammweise dosiert und verkauft werden.
Ein Kilo falsches Viagra bringt angeblich fast doppelt so viel wie ein Kilo Heroin.

Written by medizynicus

26. Januar 2017 at 13:37

Veröffentlicht in Gehört und gelesen

Medizynicus bloggt wieder bei DocCheck

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Medizynicus hat eine Filiale eröffnet:
Bei DocCheck gibt’s ab heute hin und wieder ausgewählte Blogbeiträge von Medizynicus zu lesen.
Treue Leser erinnern sich: Das gab’s vor ziemlich genau sieben Jahren schon einmal. Jetzt wieder unter neuen Vorzeichen.
Zum Einstand gibt’s heute eine Geschichte über Inemuri. Was das ist? Lasst Euch überraschen!

Written by medizynicus

13. Januar 2017 at 23:29

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Dieser Blog ist ein Hilferuf

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Ich bin im 3. Monat schwanger. Heute habe ich 24 Stunden Dienst. Ich liege mit meinem weißen Kittel in der Notaufnahme und in meinen rechten Unterarm läuft Flüssigkeit mit einer Ampulle Vomex (Anmerkung: das ist ein Mittel gegen Übelkeit) on board.

…so beginnt die „„Unfallchirurgin und Mutter“ ihren Blog.
Und dann berichtet sie von Mammutdiensten in OP und Notaufnahme, vom Umgang mit Schwerstkranken, Sterbenden und anstrengenden Angehörigen. Sie erzählt von ihrer 94-Stunden-Woche und davon, wie sie sich nicht traut, ihre Schwangerschaft „offiziell“ bekannt zu geben.
Ja, wir alle kennen auch die andere Seite: Das Tuscheln im trauten Kreis, wenn Frau Kollegin Sowieso schon wieder zu spät kommt oder früher geht oder ganz fehlt oder dies und das nicht machen darf und es ist ja nicht so, dass man keine Rücksicht nehmen will, aber blablabla….
Und weil Frau kein Kollegenschwein ist, will sie trotz ihrer Schwangerschaft den Anderen auf keinen Fall zur Last fallen und schon gar nicht dem Chef gegenüber den Eindruck erwecken, man strenge sich nicht an, weil man ja schließlich noch auf das Zeugnis angewiesen ist und darauf, all das bescheinigt zu bekommen, was man bis zur Facharztprüfung bescheinigt bekommen haben muss.
Der (begreiflicherweise anonym bloggenden) Kollegin jedenfalls kann man nur alles Gute und viel Kraft und vor allem Gesundheit wünschen!

Written by medizynicus

9. Januar 2017 at 22:46

Veröffentlicht in Ein Herz für Blogs

2017

with one comment

Euch allen ein Frohes Neues Jahr!
Pläne? Ja. Viele. Große. Großartige!
Vorsätze? Schauen wir mal….
Ideen? Natürlich. Wäre ja langweilig sonst!

Also, Euch allen nochmal und ganz herzlich ein Frohes Neues Jahr!

Written by medizynicus

1. Januar 2017 at 00:00

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

2016

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…war kein schlechtes Jahr.
Frust? Gehabt.
Probleme? Gelöst. Zumindest die meisten. Nicht alle.
Zufrieden? Eigentlich schon.
Und jetzt?
Weiter gehts!
Euch allen einen Guten Rutsch!

Written by medizynicus

31. Dezember 2016 at 21:28

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Frohe Weihnachten

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Ja, es ist wieder so weit.
Wieder einmal, wie jedes Jahr um diese Zeit.
Acht Uhr fünfzehn: alles herrlich ruhig, draußen nieselt der Regen und drinnen….
„He, Herr Doktor! Herr Doktor…….!“
Ich drehe mich um und schaue in das Gesicht von Frau Strunzbichl Junior. Wobei Junior auch schon über sechzig ist, oder zumindest kurz davor.
„Also, Herr Doktor, was ist jetzt mit Mutter?“
„Ja, die darf heute heim!“
„Nein!“
„Nein?“
„Ja, so können Sie meine Mutter aber nicht heimschicken!“
Kann ich nicht? Kann ich doch! Will ich? Muss ich? Warum muss ich? Kennen wir doch! Auch dieses Jahr fällt Heiligabend wieder auf den 24. Dezember und Christkinder gibt es alle Jahre wieder…
….uns geht’s doch eigentlich gut. Oder?
Ja. Man sollte nicht streiten am Heiligen Abend. Man soll sich versöhnen mit denen, denen man weh getan hat oder denen, die einem weh getan haben, vielleicht ohne es zu wissen.
In diesem Sinne also…
Euch allen ein Frohes Weihnachtsfest!

Written by medizynicus

24. Dezember 2016 at 16:47

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

Liebes Support Team, Teil 3

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Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank und blablabla. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Also, das mit der App, das ist nun mal so. Alternativ können Sie sich auch ein neues Handy kaufen oder ein neues Laptop oder ein Tablett, gibt ja ziemlich viel, was man sich so kaufen kann.
Wir leiten derartige Fälle an unsere Entwicklungsabteilung weiter.
Übrigens: Kennen Sie schon unseren Online-Support? Hier finden Sie nützliche Informationen, sollten Sie einmal Hilfe zu ihrem Produkt benötigen.
Mit freundlichen Grüßen, undsoweiter.

Yo.
Liebes Support-Team, dass das so ist, das weiß ich. Aber ich glaube, Sie haben meine Frage nicht verstanden: WARUM ist das so, das wollte ich wissen? Und warum machen Sie alle Nase lang irgendwelche Updates, die an der Funktion nichts verbessern, sondern die ganze Sache nur noch hakeliger machen und die dann dazu führen, dass man Ihr Produkt mit einem handelsüblichen Handy, welches ich mir vor zwei oder drei Jahren mal gekauft habe, nicht mehr verwenden kann? Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Was soll der Quatsch?
Schöne Grüße an die Entwicklungsabteilung. Wann höre ich denn von denen? Und: natürlich kenne ich Ihren Online-Support, wenn Sie damit das User-Forum meinen.
Haben Sie schonmal was von Nachhaltigkeit gehört? Falls nicht: bitte googeln.
herzliche Grüße und blablabla, Ihr Kunde

Written by medizynicus

1. Dezember 2016 at 14:04

Veröffentlicht in Das Leben an sich

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