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Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

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Skiurlaubsoap (Teil 11): Irrungen und Wirrungen

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Stimmengewirr vor der Tür. Rumpelrumpel, dann fliegt selbige geräuschvoll auf.
„Hallo?“
Eine Sekunde lang Stille.
Dann fliegt die nächste Tür auf.
„Was’n hier los?“
Ich liege bäuchlings mit entblößtem Oberkörper – naja, um genau zu sein auch ohne Hose – auf dem Doppelbett und Rachel kniet über mir und knetet auf meinem Rücken herum.
Andreas steht im Türrahmen und schaut uns mit großen Augen an, hinter ihm stehen Sarah und Tobias.
„Oh, Tschulligung, laßt Euch nicht stören!“
Die Tür fällt wieder ins Schloss und dann ist von draußen her Kichern zu hören.
Ich spüre, wie mir das Blut ins Gesicht schießt.
„Äh, lasst uns mal…“
Rachel lacht.
„Ist irgendwas?“
Also, bin ich ein Weichei, oder was?
„Nöö!“ sage ich.
„Dann leg Dich wieder hin,“ flötet sie, „und entspann Dich!“
Rachel kann verdammt gut massieren. Der Vollständigkeit halber sollte ich allerdings hinzufügen, dass sie vollständig bekleidet ist.
Ich tu wie mir geheißen, aber so richtig entspannen kann ich mich nicht mehr. Von draußen höre ich Geschirrklappern und von Kichern unterbrochenes Stimmengewirr.
Ich setze mich auf.
„Sorry, muss mal aufs Klo!“ schwindele ich, greife nach Hemd und Hose und verschwinde im Bad.
Als ich zurückkomme, ist auch Rachel aufgestanden.
„Kommste mit, noch was trinken?“
Wir setzen uns zu den Anderen. Die haben inzwischen den Eßtisch abgedeckt und hocken im Wohnzimmer auf meiner Schlafgelegenheit, trinken Wein und spielen Karten. Das heißt, nur Andreas und Tobias sitzen da, Sarah hat sich bereits ins Bett zurückgezogen. Da würde ich jetzt auch gerne hin, äh, in mein eigenes natürlich, aber das ist ja leider besetzt.
Die einzige Rückzugsmöglichkeit bietet das Doppelbettzimmer.
Und jetzt spüre ich die bleierne Müdigkeit, welche von den Beinen allmählich körperaufwärts kriecht. Wein und Massage haben ein übriges getan und Sekunden später falle ich in einen komatösen Tiefschlaf.
Als ich am nächsten Morgen aufwache, liegt Rachel neben mir.

Written by medizynicus

14. Februar 2010 at 07:02

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Skiurlaubsoap (Teil 10): Das Candlelightdinner

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Und was machen wir jetzt?
Erstmal auf den Schreck in der Kneipe nebenan ’nen Glühwein trinken.
„Weißt Du was?“ meint Rachel dann, „wir gehen jetzt einkaufen und dann kochen wir ein richtig tolles Abendessen! Mit Wein und Kerzen und allem, was dazu gehört!“
„Aber Du musst Dich jetzt nicht verpflichtet fühlen… ich meine, wenn Du wieder Skifahren willst…“
Rachel schüttelt den Kopf.
„Ich habe genug Blaue Flecken! Und morgen ist auch noch ein Tag!“
Angesichts der Umstände war Rachels Vorschlag wohl die vernünftigste Lösung. Und das Kochen machte sogar richtig Spaß – abgesehen davon, daß wir schon beim Kartoffelschälen die erste Flasche Wein geleert hatten und es wurden durchaus noch ein paar mehr.
Um fünf Uhr haben wir den Tisch gedeckt.
In unserem Appartement duftete es appetitlich.
Um halb sechs hatten wir eine weitere Flasche Wein geleert und unsere Freunde waren immer noch nicht aufgetaucht. Auch um sechs noch keine Spur von ihnen. Um halb sieben wurden wir nervös.
„Ihnen wird doch wohl nichts passiert sein?“ fragte Rachel.
War da nicht vorhin ein Rettungshubschrauber an der Piste?
Und warum ging niemand ans Telefon?
Um sieben erreichte ich endlich Andreas.
„Ja, ich hab schon gesehen, dass Ihr mehrmals versucht habt, anzurufen!“ sagte er, „Ist leider ziemlich laut hier!“
Seine Stimme klang schon ziemlich schwer.
„Nein, alles Okay. Wir sind noch einen trinken. Ihr braucht mit dem Essen nicht auf uns zu warten, es wird wahrscheinlich später…“
„Sie hätten uns ja etwas sagen können!“ meint Rachel.
Hätten sie wirklich.
Also essen wir halt allein und leeren dabei noch die eine oder andere Weinflasche.
Und dann kam Rachel auf die Idee, mir den Rücken massieren zu wollen.

Written by medizynicus

13. Februar 2010 at 07:07

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