Medizynicus Arzt Blog

Krankenhausalltag in der Provinz: Medizin und Satire, Ethik und Gesundheitspolitik

Zustand nach Dienst: Das Schönste ist…

with 6 comments

…der Espresso hinterher.
Herrlich ist das! Einfach Wunderbar!
Man denkt, man müsste eigentlich völlig k.o. sein, und das ist man auch wenn man am Morgen danach in Richtung Ausgang wankt, zunächst natürlich seinen Piepser beim Pförtner abgibt, diesem noch müde, aber auch stolz zunickt und dann aus der Eingangstür hinaus in den strahlend schönen sonniger Sonntagmorgen tritt.
Nein, in diesem Moment ist man nicht kaputt, sondern richtig euphorisch drauf…. die ganze Welt könnte ich umarmen (insbesondere natürlich Sarah) und alles was hinter mir liegt, was in den letzten vierundzwanzig Stunden in diesem grauen Kasten da passiert ist, das ist nur noch ein dunkler, tiefer Traum… und plötzlich bin ich gar nicht mehr müde, ich sehe nur diesen strahlenden, wunderbaren Morgen, Vögel zwitschern, der Himmel ist blau, Kirchenglocken bimmeln…
Hellwach bin ich jetzt. Und anstatt in Richtung Bett drehe ich ab in die andere Richtung, gehe ein wenig durch den Park und am Fluss entlang und dann zurück zum malerischen Marktplatz.
Natürlich, die Geschäfte mit den historischen Fassaden sind geschlossen, ist ja schließlich Sonntag. Und in der Kirche ist’s mir zu dunkel. Aber Gepetto, unser Allround-Italiener hat schon geöffnet. Und drinnen duftet es verführerisch…
„Boungiorno, Dottore! Was darf es sein?“
Einen doppelten… nee, besser einen Dreifachen natürlich!
Gepetto grinst und kommt bald darauf mit einer schönen großen dampfenden Tasse zurück. Der Menge könnte es sogar ein Vierfacher sein. Und weil ich es bin gibt’s dazu ein ganzes Tellerchen voll Amarettokekse.
Ach, ist das Leben schön!
Und jetzt gleich dann eine halbe Stunde in die Badewanne und dann ins Bett und der Tag ist gerettet!

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Written by medizynicus

16. Januar 2011 um 10:30

Veröffentlicht in Alltagswahnsinn

6 Antworten

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  1. Schlaf dich schon aus damit du nachher erholt an diesem Cliffhänger weiterschreiben kannst 🙂

    Blogolade

    16. Januar 2011 at 11:23

  2. Wie kann man nach einem 3-fachen Espreso noch schlafen?

    Jo

    16. Januar 2011 at 17:01

  3. Gewohnheit^^?

    Ich wandle zwar den Espresso in Cappuccino um, aber ansonsten kommt mir das ganze doch sehr bekannt vor 🙂

    Sophie

    16. Januar 2011 at 17:12

  4. mm… total neidisch auf dich, wirklich 🙂 Ist bestimmt ein gutes Gefühl und ich wünsche dir, dass du noch viele viele Jahre diesen Gefühl beibehältst.

    Igor

    17. Januar 2011 at 15:38

  5. Es gibt übrigens etwas, das noch schöner ist als der Espresso danach – garkeine Dienste mehr: seit genau 6 Monaten!

    klanauterdoc

    19. Januar 2011 at 15:55

  6. Gratulation dazu, dass es bei dir in der Nähe offenbar ein gutes Café gibt, in dem man guten Espresso serviert bekommt. Das hat man wahrlich nicht überall.

    docadenz

    30. Januar 2011 at 23:12


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